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L. SAUTTER, LEMONNIER & CO., PARIS.
Für alle Industriezweige,welche gepresste Luft verwen-den, erweist sich die hier ab-gebildete, fahrbare Luftcom-pressionsmascli ine, SystemOolladon, von L. Sactteii,Lemonnier & Co., Paris, vongrosser Bedeutung. Sie ist ganzin der Art einer gewöhnlichenDampfmaschine eingerichtet,und nebst der Betriebsdampf-maschine auf dem Rücken desfahrbaren Luftkessels montirt.Die rechts auf dem Luftreser-voir sitzende Dampfmaschine,eine sog. Dreicylindermaschine,nach dem System Brothcrhood,überträgt ihre Bewegung durchein Zahnräderpaar auf die Kur-
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belwello der Compressionsma-schine, welche die comprimirteLuft in den darunter liegendenKessel pumpt, aus dem sie ineinem ununterbrochenen Stromedurch Röhren an die Ver-brauchsstellen geführt wird. Diebeim Comprimiren der Luftsich entwickelnde Wärme wirdnach einem dem ProfessorColladon patentirten Verfahrenabgeleitet. Es braucht wolkaum erwähnt zu werden, dassder Dampf zum Betrieb derDrei-oylindermaschinc in einem be-sondcrn Kessel erzeugt wird, derentweder stationär oder, je nachden localen Verhältnissen, vor-theilhafter locomobil sein kann.
Um dem Papier,nachdem es auf derPapiermaschine in einefest zusammenhängen-de Bogenform gebrachtworden ist, die er-forderliche Glätte zuverleihen, wird das-selbe mehrere Male
zwischen Walzen-paaren hindurch ge-führt, von denen jedes-mal die grössere ausPapiersoheiben be-steht, die, aneinandergereiht, durch eineausserordentlich starkePressung vereinigt undschliesslich auf ihremUmfange vollkommenglatt bearbeitet sind.Die zweite Walze istaus hochpolirtem Guss-oder Hartgusseisenhergestellt. Mehreresolche Walzenpaare,die mit den nöthigenDruck- und Bewe-gungsvorrichtungen zueinem Ganzen vereinigtsind, bezeichnet manmit dem Namen Ca-1 an der. Die neben-stehend abgebildete,vielfach verbesserteOonstruotiou wird inder wohlrenommirtenFabrik von Eschek,Wyss & Co., Zürich,gebaut.
Bei derselben sind _die oberste, dritte und >sechste Walze auspolirtom Hartguss her-gertellt, die übrigenaus Papier. Das zuglättende Papier wirdzwischen die beiden
ESCIIER, WYSS & CO., ZÜRICH.
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oberen Walzenpaaregeschoben, nachdemes diese passirt hat,von Bändern nachunten zwischen dasnächste Walzenpaargeführt u. s. f. Aufsolche Weise wird dasPapier sechsmal ge-glättet, und zwischendem dritten und fünftenMal gewendet. Somitkommen beide Papier-seiten mit den Hart-gusswalzen, die deneigentlichen Glanz er-zeugen, in Berührung.Der Druck, den dieWalzen auf das Papierausüben, wird theilsdurch ihr eigenes Ge-wicht, zum grösserenTheile aber durch Bc-lastungsgewichte her-vorgebracht, die durchZugstangen mit Hebelnin Verbindung stehen,welche zubeiden Seitenoben auf dem Gestellangebracht sind. DieseHebel drücken auf dieobere Walze und diesepflanzt den empfan-genen Druck auf dieübrigen Walzen fort.
Ein besonderer Vor-theil dieser Maschineliegt in der Anordnungdes Gestells, welchesgestattet, die einzelnenWalzen herauszuneh-men, ohne die Maschinezu demontiren. Vonschmälern Papierrollenlassen sich zwei neben-einander in die Ma-schine einlegen und aufeinmal glätten.
Platt & Co., R. Hornsby & Sons, Burgess & Co. u. a. sind dieHauptrepräsentanten der Fabrikation von Getreidemähma-schinen', welche ebensowol mit Pferde- wie mit Dampfkraftbetrieben werden können. Bei Dampfbetrieb wird die Maschinebeim Umwenden am Ende des Ackers mittelst eines Krahnesganz und gar gehoben.
Die Leistung der verschiedenen Maschinen erreicht je nachihrer besonderen Construction und je nach den Verhältnissen,unter denen sie arbeiten, eine grössere oder geringere Höhe,erweist sich aber selbst im ungünstigen Falle der Handarbeitgegenüber als sehr vortheilhaft.
Die Mähmaschinen für Gras, Klee u. dgl. sind hinsichtlich
des Schneideapparates ebenso eonstruirt wie die Getreidemäh-maschinen, doch fehlen bei denselben, da die Ablegevorrichtungselbstverständlich wegfällt, der Zuführhaspel und die Plattform,wodurch der ganze Bau der Maschine an Leichtigkeit gewinnt.
Nächst den Mähmaschinen sind für die Erntearbeit namentlichdie IIeuwendemaschinen und die Pferdeharken vongrossem Nutzen, von denen die erstem das zum Trocknen aufdem Felde ausgebreitete Heu wenden und deren eine einzigesoviel leistet wie die Handarbeit von 10—20 Arbeitern. Dabei sinddiese Apparate leicht zu bedienen und von einfachem Bau, der wenigReparaturen nöthig macht und meistens von einem Pferde gezogenwerden kann, das überdies eine schnelle Gangart annehmen darf.