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Bad Gastein / nach den neuesten Hilfquellen bearb. von Carl Gager
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Historische Uebersicht.

nahen Bergbau am Rathausberge zu entdecken, indem sieunter den Ausdrücken Casto, Chasto, Chaton( franz.),Castone( ital.) ein Grabscheit, eine Schaufel oder die Ein-fassung eines Edelsteines verstehen."

Bevor die Römer vom heutigen Nieder- und Oberöster-reich südlich der Donau, von Salzburg, Steiermark undKärnten Besitz ergriffen und die Provinz Noricum gebildethatten, wurde das Gasteiner Thal von den zum keltogal-lischen Stamm der Taurisker gehörenden Pisontiernoder Pinzgauern bewohnt, die im Jahre 15 v. Chr. vonden Römern unterjocht wurden. Die Taurisker hatten denRuf geübter Bergmänner und besonders geschickter Bear-beiter der Eisenerze. Schon in uralten Zeiten wurde derBergbau in Gastein betrieben, und die Bergwerke sollensehr reich an Gold gewesen sein.

Die Namen der Berge, wie: Goldlacke, Silber-pfennig, Erzwiese, Goldberg, silberne Gans, Gold-zeche sprechen dafür, welche Bedeutung diese Bergwerkehatten, die bis zur Meereshöhe von 2530 m angelegt waren.Ueber 400 Jahre sind die Römer Herren dieses Hochlandesgewesen, und sie selbst haben die reichen Bergwerke zer-stört, als sie der Völkerwanderung weichen mussten.

In den Jahren von 490 bis 620 liessen sich Wendenund Slaven in den Tauern nieder, und diese sollen erst imJahre 719 den Bergbau wieder eröffnet haben.

Als der hl. Ruppert, Bischof zu Worms , unter demangilolfingischen Hause Theodo II. i. J. 696 nach Baioarienkam und das Salzburger Bisthum gründete, verbreitete sichauch hier das Christenthum. Nach seinem Tode hatten dieEinwohner Gasteins durch den Einfall der Slaven aus Ka-rantanien viel zu leiden; später aber wurden die Karan-taner unter dem Herzoge Odilo ( 37-648) durch die Baio-arier wieder vertrieben.

Unter Herzog Thassilo( 748-788) sind im Pinz- undPongau mit dem Frieden wieder geregeltere Verhältnisse