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Bad Gastein / nach den neuesten Hilfquellen bearb. von Carl Gager
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Historische Uebersicht.

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eingetreten. Das Gasteiner Thal bevölkerte sich, und dieEinwohner betrieben Bergbau, Ackerbau, Jagd, Viehzucht.und Fischerei. Laut einer alten Sage haben die HeiligenPrimus und Felicianus in der Einöde des heutigen Wild-bades als fromme Einsiedler gelebt, und auf ihre Fürbittehabe Gott die Heilquellen am Badberge entspringen lassen.Jäger von Goldeck hätten einen angeschossenen Hirsch bisins Gasteinerthal verfolgt und ihn endlich gefunden, wie ersich in der Nähe der Einsiedler im warmen Quellwassergebadet habe. Auf diese Weise seien die Quellen entdecktworden. Unter den Imperatoren Diocletian und Maximian erlitten die genannten Heiligen in Rom den Märtyrertod.In der Vorhalle der Pfarrkirche befindet sich ein altes Oel-gemälde, welches die Episoden aus dem Leben dieser Mär-tyrer bildlich darstellt.

Durch den Frieden im IX. Jahrhundert verbreitete sichdas Christenthum. Die heutige Frauenkirche zu Hofgastein soll i J. 894 erbaut worden sein; auch vermuthet man,dass zur selben Zeit eine den Märtyrern Primus und Feli-cianus geweihte Kirche in Bad Gastein gebaut wurde.

Im XII. Jahrhundert waren die Thäler Fusch, Rauris ,Gastein und Grossarl Eigentum der Grafen von Peilstein,Vögte des Hofstiftes zu Salzburg. In einer alten Urkunde

heisst es:

,, Und hinter dem Haus Charlstayn lait ain Gegend,haizzet Castaun( Gastein ), die giltet alle Jahr zwanzig-tausend Ches und dreihundert Ellen Chlafter lauchwollesTuchs( Loden)."

Demnach muss Gastein damals recht bevölkert ge-wesen sein, und die Einwohner sollen nebst Hausindustrieund Alpenwirthschaft auch Goldwäscherei betrieben haben.Die Burg Klamm, deren Reste am Ende der Klammbeim Uebergang in das Gasteinerthal noch sichtbar sind,wurde wahrscheinlich von den reichen Peilsteinern zurSperrung der Strasse gebaut.

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