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Bad Gastein / nach den neuesten Hilfquellen bearb. von Carl Gager
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Historische Uebersicht.

1832 erbaute der General Provenchères ein Kurhaus,an dessen Stelle heute das Hôtel Weissmayer steht.

1835 baute Graf Montecucculi die Praelatur", welcheals Anbau des Elisabethhofes" heute noch zu sehen ist.

Freiherr von Mesnil gründete auf dem von Peter Strau-binger erworbenen Platze i. J. 1838 sein Heim, die Villa,, Solitude", welche durch Kauf später in den Besitz desFürsten Camille Rohan überging und nach ihm dem GrafenHahn auf Basedow gehörte, von welchem sie seine Tochter,die Gräfin Lehndorff- Steinort erbte. Dieses Haus ist histo-bemerkenswert durch den fast allabendlichen Besuch desKaiser Wilhelm I., der während seines Aufenthaltes in Ga-stein an den ihm zu Ehren veranstalteten Soiréen der GräfinLehndorff teilnahm. In den Jahren 1839-1843 wurde dieneue Poststrasse erbaut; zur selben Zeit auch das HausBellevue( später renovirt und vergrössert), dann das neueHôtel Straubinger, welches im Jahre 1881 durch den Baueines kunst- und geschmackvoll ausgeführten Speisesaalesund durch eine moderne Façade erweitert und verschönertwurde.

Der bekannte Gasteiner Vertrag, welcher den Keim.zum Krieg von 1866 legte, wurde von Bismarck und Bloomeam 19. August 1865 in Straubinger's Hotel, Zimmer No. 7,unterzeichnet.

Auch die Vereinbarungen zum deutsch - österreichischenBündnissvertrage sind zwischen Bismarck und Andrássy inGastein getroffen worden.

Gastein kann sich des wiederholten hohen Besuchesdes Kaisers und Königs Franz Josef I. und weiland IhrerMajestät der Kaiserin und Königin Elisabeth rühmen, welch'Letztere in den Jahren 1886, 1888, 1889, 1890 und 1883hier die Badekur gebrauchte.( Der Verfasser dieses hattedie hohe Ehre, im Jahre 1883 als ärztlicher Rathgeber zuIhrer Majestät befohlen worden zu sein.)

Der Kaiser logierte stets im Hôtel Straubinger; für