Historische Uebersicht.
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Badegäste darin; 1886 wurde es an den allerhöchstenPrivat- und Familienfond verkauft. Von besonders histo-rischem Interesse ist dieses Badeschloss dadurch, dass esder deutsche Kaiser Wilhelm I. während seines zwanzig-maligen Kuraufenthaltes bewohnte.
1804 liess der i. J. 1803 zum Landesherrn gewordeneKurfürst Ferdinand, Grossherzog von Toscana, die Post-strasse verbessern und eine unmittelbare Postverbindungeinführen. 1807, nach der Abdankung des Fürsten Ferdi-nand, fiel das Herzogtum Salzburg an das Haus Oesterreich,und als Kaiser Franz I. den Kurort besuchte, ordnete eran, dass die bis dahin dürftig abgeleiteten Thermalquellenmit Stollen versehen und richtig gefasst wurden.
Fürst Ernst von Schwarzenberg, Bischof in Raab, liessauf dem heute noch Herrn Straubinger eigentümlichenGrunde die sogenanten Schwarzenberg- Anlagen herstellen;später entstanden durch den Erzbischof von Erlau, Ladislauvon Pyrker, die Anlagen auf der Pyrkerhöhe.
1825 kam Erzherzog Johann nach Bad- Gastein undbaute daselbst 1828 die Villa Meran , deren Baugrund PeterStraubinger, der Grossvater des jetzigen Bürgermeisters,unentgeltlich abtrat. Interessaat ist die aus authentischerQuelle geschöpfte geschichtliche Thatsache, dass PeterStraubinger für diesen abgetretenen Grund, der heute einenWert von mindestens 150,000 fl. repräsentiert, vom Erz-herzog ein Kaffee- Service aus Porzellan erhielt.
Im selben Jahre wurde im Badeschloss eine Apothekeerrichtet.
Der Erzbischof von Erlau, Ladislaus von Pyrker, bautefür sich in Hofgastein ein Badhaus, dessen ersten Stock erfür Officiere bestimmte; später wurde das ganze Gebäudediesem Zwecke gewidmet.
1830 ward das Thermalwasser in Holzröhren nach Hof-gastein geleitet.