Gasteins Thermalquellen.
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im Griechischen„ ungemischt"), womit bezeichnet werdensoll, dass diese Wässer eine äusserst geringe Beimengungvon festen und gasförmigen Bestandteilen haben; deshalbwerden sie auch irrtümlicherweise indifferente Thermengenannt.
Bezüglich ihrer Wirkung kann man sie keineswegs,, indifferent" nennen; sind doch die Veränderungen, welcheim Blutgefäss- und Nervensystem durch den vom thermi-schen, elektrischen und exosmotischen Effect des Bades an-geregten Stoffwechsel, durch die Blutdruckschwankungenund die von den Hautnerven ausgehenden Reflexerregungenhervorgerufen werden, Beweise genug, dass man dieseThermen nicht für indifferent halten darf.
Von dieser Thatsache abgesehen, spricht gegen denIndifferentismus der Thermen die reiche und altbewährteErfahrung, dass in Gastein manches Leiden heilt, gegenwelches früher schon alles Erdenkliche versucht wurde.So sind auch die hie und da vorkommenden Misserfolge,welche durch irrationelle Anwendung der Gasteiner Bäderzu verzeichnen sind, Mahnworte gegen oben erwähnte Auf-fassung.
Der Begriff ,, indifferent" in naturwissenschaftlichemSinne bezieht sich nur auf solche gewöhnliche Bäder, derenTemperatur 34-35° C. Temperatur beträgt.
Das Gasteiner Thermalwasser, von einem spec. Gew.von 1,00034, ist geruch- und geschmacklos, durchsichtig,klar und frei von organischen Substanzen. In grösserenMengen, wie im Badebassin, zeigt es eine bläulich- grüneFarbe, ob wegen der Beimengung filtrirten Gletscherwassers,oder in Folge seines Ursprungs als natürlich destilliertesWasser mit geringen fixen Bestandteilen, ist schwer zu er-gründen. Thatsächlich ist eine auffallende Weichheit desWassers beim Baden wahrzunehmen.
Von Gasen enthält die Therme Sauerstoff undStickstoff in geringer Menge. Vielleicht wird man bei