Badekur, Trinkkur, Indicationen.
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wann, wie lange gebadet werden soll. Eine krankhafteBeschaffenheit der Blutgefässwandung wirkt hinderlich aufden compensatorischen Process der Wärmeregulierung, weildie Gefässe nicht die Fähigkeit besitzen, entsprechend denthermischen Einflüssen sich durch Erweiterung oder Ver-engerung anzupassen; es kann also leicht ein schädlicherEinfluss durch das unrichtig angewandte Bad auftreten.
Man muss demzufolge bei der Verordnung der Bade-kur dem Zustande des Blutgefässsystems und des Herzensselbst Rechnung tragen; auch hängt das„, wie" des Badensdavon ab, ob die Reflexthätigkeit der Nerven ungestört ist.Nur der in der Balneotherapie erfahrene Arzt kann esrichtig beurteilen, wie das Bad dem Heilbedürftigen vonNutzen ist. Es leuchtet wohl nach eben Gesagtem jedemdenkeuden Kranken ein, dass es in seinem eigenen Inter-esse zweckdienlich ist, vor Beginn der Badekur den Arztzu Rate zu ziehen und sich nicht leichtfertig damit zu be-gnügen, nach dem Hörensagen das Baden zu beginnen odersich an eine vom Hause mitgebrachte Marschroute zuhalten. Wie oft kommt es vor, dass Kurgäste, die aufeigene Faust gebadet, sich Schaden zuzogen und dann dochgezwungen waren, den Arzt zu Rate zu ziehen und es oftzu spät einsahen, welchen Fehler sie begingen.
Heute badet man in Gastein nur in Einzelbassins.
Die gewöhnlichen Badestunden sind die Morgenstunden,speciell für kräftigere, widerstandsfähigere Constitutonen,welche des langen Schlafes nicht bedürfen; diese sollennüchtern baden. Zartere Constitutionen, speciell Nerven-kranke und Herzkranke, mögen sich in den Vormittags-stunden der Einwirkung der Therme aussetzen.
Nur in seltenen Fällen wird täglich mehr als ein Badgenommen. In manchen Fällen ist es wohl zulässig, nach-mittags oder auch abends zu baden, wenn die specielleVerordnung des Arztes es vorschreibt.
Man vermeide vor dem Baden alles, was das Herz,