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Verhaltungsmaassregeln für Kurgäste. Orientierung.
Solche Kurgäste, die das Thermalwasser warm trinkensollen, mögen im Anfange nur geringe Quantitäten desWassers zu sich zu nehmen, da grössere Mengen leichtVerstimmung des Magens und Appetitlosigkeit hervorrufen.Die Reinheit des Gasteiner Thermalwassers lässt dasselbemit dem destillierten Wasser vergleichen, welches die Eigen-tümlichkeit besitzt, mit Zellen in Berührung kommend,diese zum rapiden Aufquellen zu bringen. Die Ursachedieses Phänomens findet in der grossen Diffusionsgeschwin-digkeit des destillierten Wassers seine Erklärung. Nun istes aber bekannt, dass das Gasteiner Thermalwasser dieEigenschaft grosser Diffusionsgeschwindigkeit in hohemMaasse besitzt, und so kann man es sich vorstellen, dassdie oberste Zellenschicht der Magenschleimhaut, wie auchdie Epithelzellen der Labdrüsen durch grössere Massen desThermalwassers in obigem Sinne beeinflusst werden; wasdann natürlich eine vorübergehende Störung der physiolo-gischen Function des Magens zur Folge hat. Derjenige,der viel warmes Thermalwasser trinken soll, nehme öfterdes Tages, aber möglichst 2 Stunden vor, oder 3 Stunden.nach den Mahlzeiten, 50-100 g zu sich. Man trinke eslangsam in Absätzen. Die geeignetste Zeit zum Trinkenist der Morgen und Vormittag, ausnahmsweise die späterenNachmittagsstunden.
Was die Diät betrifft, so hängt diese teils von derGewohnheit, im Besonderen aber von der dem einzelnenErkrankungsfall angepassten Verordnungen des Arztes ab.Wichtig ist es, diese diätetischen Vorschriften genau undgewissenhaft zu befolgen, da sie den Erfolg der Kur we-sentlich unterstützen. Zu den diätetischen Vorschriften ge-hört auch das Maass des Wein- und Biertrinkens, desKaffee- und Theegenusses, so auch des Tabakrauchens; indieser Hinsicht befolge man genau die Weisungen desArztes.
Man begehe keinen Diätfehler, denn Verdauungsstö-