Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
Seite
221
JPEG-Download
 

221

Schach.

im Art. Klee, Th. Z 9 , S. 57Z, Nr. IZ, denNamen Schabziegerkraut hat er daher er-halten, weil er zum Schabzieg er oder grünenSchwettzerkäse gebraucht wird.

Schach,Schach spiel, Fr.Lelioo; Jtal.Seuoco;Engl. Lliolc, ein morgenländisches Spiel, welchesbeim Spielen vielen Scharfsinn erfordert. DerName dieses Spiels rührt von dem vornehmstenSteine desselben her, welcher bei den Morgenlan-dern Schach genannt wird, welches Wort einenKönig oder Fürsten bedeutet. Im Deutschen istes in dieser Bedeutung unbekannt, weil dieserStein bei unS der König genannt wird. In derSchweiß nennt man auch das Schachbrett nurSchach schlechthin, und daher kommt die veralteteRedensart: im Schach spielen, für Schachspielen. Endlich ist es auch in diesem Spieleein sehr übliches Wort, den König zu warnen:Schwach dem Könige! DemKönige Schachbieten, ihn durch einen andern Stein nöthigen, seineStelle zu verlassen. Den König Schachmattmachen. Ebenso bietet.man auch der Köni-gin Schach. In dieser Bedeutung ist es bloßein Mißbrauch, der aus Unkunde der wahren Be-deutung dieses Wortes entstanden ist. Wenn dieMorgenländer den König durch einen Stein bedro-hen, so rufen sie z .B. Lechaeli Uueli, das heißt,der König wird von dem Rochen bedroht oder ge-warnt, wodurch die Europäer verleitet worden, denAusdruck in der jetzt gedachten Bedeutung einzu-führen.

Geschichte dieses Spiels. Der Ursprungdieses Spieles verliert sich in dem grauen Alter-thume, welches sowohl den Erfinder desselben, alsauch den Ort, wo es erfunden worden, ungewißmacht. Nach einiger Schriftsteller Meinung soll