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II. Jahrgang. III. Band.
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4 Der Hof.

seinen Regierungshandlnngen, umgeben von einemzahlreichen Hofstaat und die Erbbeamten jeder Pro-vinz als Zeuge» in seinen zahlreichen Urkunden.Da der Hofmeister von den Zeiren der alten fränki-schen Hausmayer, Majordome, meist den erstenRang behauptete, aber auch dem Hofe, zur Führungdes Hofstaates und Haushaltes beständig der unent-behrlichste, der wahre Minister des Hauses war,mußte sich derselbe zurr st und zwar in da^ v o r z üg-lichste Hofamc auswachsen und als Landes-Erb-amt zuerst verfallen. So sehen wir es denn auchin Österreich, in der Hauptstadt und am Hoflager zu-erst hinschwinden und lange Zeit unbesetzt, bis i53gFerdinand I. seinen O b e r st h o f m e i st e r, zugleichzum obersten Landes- Hofmeister erhebt, jenen Wil-helm von Rogendorf, mit seinem Lehrer undSchwiegersohn Niklas Salm, Wiens unerschrockenenVertheidiger. Wir sehen im Kämmereramt dieHimberge, Ebersdorfer, Eytzingerund Breuner.Im Marschallamt wechseln, die erlauchten Nahmender Liechtensteine, Meiffau und Waldsee, Kuenringund Pillichstorf, Ebersdprf und Buchheim, Traun,Rogendorf, Hoyos rc. Das Stallmeisteramt istlange Harrachisch; »och länger war das Oberstjäger-meisteramc bey den Zinzendorsen. Erbschenken wa-ren schon in den Tagen Ottokars, die gewaltigen Kuen-ringer. Friedrich IV. gab dies Amt nach dem Erlöschender alten Pottendorfe, seinen Lieblingen, den in Gutund Nahmen der alten Grafen von Hardegg eingesetz-ten Prüeschenk. Mathias Corvin aber, Wiens Er-