kjenstochau Czernitschrff 6 r s
«i den Bulgaren da« Evangelium, und taufte deren König Bo-garis 860. Gleichen Erfolg halten sie in Mähren und Bohmen;»ach dem I. 882 gingen sie nach Rom, wo sie starben. BeideApostel wurden für Heilige erklärt. Die Griechen und Russenfeiern das Fest des heiligen Cyrillus den i 4 ten Februar. Er er-fand die nach ihm benannten Buchstaben (s. cyrillisch,« Buch-staben), und ist wahrscheinlich der Verfasser her Apologen« dieseinen Namen tragen.
Czenstochau (Czenstochowa), ein befestigtes Kloster in demehemaligen Polen, nahe an der Warta und der schlestschen Gränze.Die Mönche sind von dem Orden des heiligen Paulus Eremita;-ehielten in der mit Geschütz wohl versehenen Festung eine eigeneBesatzung und wählten den Commandanten aus ihrer Mitte. Aufdem Reichstage von 1765 wurde jedoch beschlossen, diese Stelledurch einen Weltlichen zu besetzen. Zu dem wunderthätiaen Ma-rienbild- in der Kirche des Klosters geschehen häufige Wallfahrten,durch die Geschenke der Gläubigen Hot sich ein bedeutender Kir-chenschatz gesammelt, der aber wahrscheinlich in den neuern ZeitenNicht mehr ganz vorhanden ist; schon bei der preußischen Beutz-nahme fand man ihn weniger beträchtlich, als man erwartet hatte.Am Fuße des Berges liegt Neu-Czenstochau mit l6y, undeme Stunde davon A lt-Czensto chau mit 283 Feuerstellen. Indem letzten Kriege war Czenstochau von den Franzosen besetzt,welche sich in den ersten Monaten des Jahres 1813 an die Russen«geben mußten. Seit 1814 ist es wieder unter die preußrscheOberherrschaft gekommen.
Czernitscheff, ein durch seine kühnen und stets glucklichauigeführten Unternehmungen berühmt gewordener russischer Gene-ral. Er befand sich vor dem Ausbruche des Krieges bei der rus-sischen Gesandtschaft in Paris und halte einen Hauptantheil an«er Bestechung Michels, welcher ihm die Tabellen über den Be-stand und die Stellungen der französischen Armeen mittheilte«Darauf stand er als Obrist und Gencraladjutant des Kaisers Ale-rander bei der Moldauarmee, und wurde, als diese Armee zuderselben Zeit, wo die Franzosen ihren Rückzug aus Moskau an-traten, ihren Marsch nach dem russischen Polen richtete, um r«dem Rücke» heg Feindes zu operiren, von dem Oberbefehlshaber,Admiral Tschitschakow, mit einem Kosackenregiment abgeschickt,um dem Grafen Witaenstein, welcher von Witepsk her vor-drang, Nachricht von dem Anrücken und den MarschdiSposttro-ven der Moldauarmee zu geben. Der Auftrag war höchst schwie-rig, denn eS kam darauf an, einen Marsch von mehr als hundertMeilen im Rücken der französischen Armee durch ein von rhr oc-teS Land zu machen, und eben so wichtig, da nur durck ge-meinschaftliche Zusammenwirkung von beiden entgegengesetzten Set-n? feindliche Armee nachdrücklich bedrängt werden konnte,^irrnitscheff vollzog den Auftrag mit dem ausgezeichnetsten Er-Nachdem er Lag und Nacht durch die feindlichen Truppe»marschirt über vier Flüsse schwimmen'!» gesetzt, eine Menge vonProviantfuhren der Franzosen vernichtet, drei Cabinetscourieretk.» ""^'Sen Depeschen aufgefangen. die in Gefangenschaft gera-Generale Winzingcrode und Swetschin nebst verschiedene»befreit hatte, erreichte er glücklich das Arw.ee-l-°rp« d«r Grafen Witgenstei». Er nahm an den Nperakionea