8 Vorbericht
überlassen. Dieser übertraff noch seinen Vater an Tapsserkeit
§, ii. Es ward dieser Aionarcli von der Königin Olympiadegebvhren,und zwar eben an dem Tage, da der präEtige und köstli-che Tempel der Jagd-Göttin Dian$ äuEphefo von einem bösenBuben tn Brand gesteckt wurde. Zu seinem Lehrmeister hatteerden Aristotelem,t>er ihn in allen freyen Künsten und Wissen-schafften unterrichten muffe. Er beklagte sich allezeit, so offt er inseiner Jugend vernahm,wie seinVater LongnSren gemacht hät-te, daß ihm nichts übrig gelassen würde, in seinen künsstigen Jah-ren,durch Tapsserkeit ebenfals etwas zu erwerben.Jndemzwan-biasten s^ahr seines Alters ward er nach seines Vaters Tode zum
Könige über Griechenland ausgeruffen,und bauete sich durchZer-stdhrungPersiens das Gebäude einer neuen Alonareiiie auf. Oa-riuscherKönig inPersien,verließ sich aufseine Armee, die aus sechshundert tausend Mann bestund, und schickte ihm, um seiner zuspotten, einen Sack mit Molm-Saamen zu, dadurch er erweisenwolte, daß seine Soldaten fast sowenig zu zehlen waren, als dieseMohn-Körner. Alexandra- ließ sichs gefallen, schickte ihm aberdagegen einen Beutel voll Pfeffer-Körner, mit demBermelden:Varü Körner wären zwarviehaberohneSafft undKrafft, undbey Alexandri Körnern würde derNachdruck die geringe (chiami-rä t ersetzen. Hierauf versuchten diese beyde Helden mit ihren ben-derseitigen Waffen ihr Glück gegen einander,biß endlich derKönigvarills in emerSchlacht überwunden ward,und dessenGemahlinund Princeßin Alexandra Magno alsKrieges-Gcfangene in dieHände fielen. Wie nun Alexandras Magnus zwar ein tapffereraber dabey gsnersuser Herr war, also hielt er auch diese hohe Ge-fangenen überaus wohl, bekränckte sie in geringsten nicht an ihrenEhren, ließ ihnen auch fast gar keinLeid wiederfahren. Nachge-hends rückte er in 8prisn,eroberte die Haupt-Stadt 6Ma,und alser daselbst eine sehr grosse Menge vonWeyhrauch,Myrrhen unddergleichen köstliches Rauchwerck antraff,so einnerte er sich, wiesein ehemahliger Hofmeister Leonides ihn in seiner Jugend un-tersaget, daß man den Göttern nichtso häuffig räuchern solte. Daer nun in das Land gekommen, wo es in so grosser Menge zu fin-den, so hat er ein gutes Theil hiervon dem Leonidi Verschicket,undihm darneben gemeldet,er solte sich inZukunfft nicht mehr so genaugegendieGötter bezeugen. Dadie erstereSchlacht aufSeitendes Königes vsrü unglücklich abgelausten, so wolte Darius die
Scharte