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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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267
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Dj^egen,werrn sie nicht denFeindeMu-u^und Gewehr zu führen, frey, sicherhj? ^gehindert paaren lassen, und alfohiedurch mehr befördern

«Wmen.

vMdarfsich keiner,ohne ausdrückliche^vek-oenersUce, unterstehen, die Ge-dem Lande anzuzünden,fo dürfennicht ohne Ordre dieHauftr,Plan-q,Äaune, Wälder, Weiden, Obst-undstuchtbahre Baume abbrennendie,, rechen, es wäre denn, daß solches-^Umgängliche Nothwendigkeit erfor-ith?;, Ist die Huldigung der Oerteriw Unterthanen einmahl geschehen, sorrn ^^chgehends alleFeindfeligkeitaufhö-sie sind mProtection zu nehmen,aller Gewalt zu garemiren.

Zez ' \ Nachdem die Lander heutiges Ta-H^"chtmehr fo barbarisch ruiniretwer-dierdiesen, fo pflegen insgemeinh,.Wnde,wenn sie in die feindlichenLandetz^'Meren, in den^lamkellen,die sie beyjx,. ,Anmarsch in das Land ausstreuen,^Unterthanen zu verbiethen, daß siesollen, wiedrigenfalls sie aufd^Alldseligste mit Feuer und Schwerddkst'ßer werden folten. Sie sind zufrie-tzch^enn sie von denen Leuten sovielwiu Courage erpressen, biß sie nichtsf geben können.

W^-^kßweilen werden auch vor gc-de^^Mer, pudligue, Gebäude, oder an-Salvcgarden ausgebeten undV?c? et ' und wenn sich einer von der 8ol-unterstehet, an einen durch eine0 gesicherten und privilegirte«^ Vorgreifen, der wird all Leib undschrj^äestrafft. Ein Formular einer^Mchklr Salvegarde, vor gewisse-^ VAendes: Von GOttes GnadenE thun hiermit kund. DemnachN< auf sein befchehrnes unu»>e Ees Ansuchen, auf feine GüterA^rde ertheilet, als werden die->',^und iede unter unsern Com-befindende hohe und niedere^lUt^Dlcierer und Befehlshaber,e>',,,^Uner Lvldatelgue zu Roß Ulld^vb^rt urch ernstlich befehliget, daßNr^Nsemeldtes Herrn zustan-

Nebst allen rneorporirten Oer-Abqu^'Anern, und?ertjuemien, anÄ-Ge^^^rden, kleinen und grossenS alle,, Und dergleichen MobiHen,

^ Utlbe!^?..brn zubehörungeN, beweg-e.d,Achen Sachen von jetzo an,

Von der Defension eines Landes.

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und hinführo alles ruhig, unperkurdirtund ungekränckt seyn und bleiben lassen,und hierwieder, unter was Schein undFrrrext es seyn möchte, m geringsten nichtbetrüben, prcffimt und hemmen, noch be-leidigen, vielweniger dieselben mitwürck-licher Einquartierung,noch einiger Conm-! burion, Brandfchatzung, oder andern Ex-[ actioneit, Bestreifung, Plünderung, Ab-| nähme und dergleichen miölenrjen undGewaltthatigkerken inieüieen und be-schweren,noch diesen unsern Schutz-Briefund Exemtion in einigerley weife violiren,sondern vielmehr selbigen,oder dessen vidi-mirteCopey,m alleWege beyVermeidungschwerer Verantwortung und Ungelegen-heit,und nachBefindung desVerbrechens,unausbleiblicher Leibund Lebens Strafegebührlich rel'pecllren und ehren, auch fürihre Person und Vermögen derselben ohneiniges Entgeld manuleniren und handha-ben wollen und sollen. Urkundlich unterunserer eigenhändigen Unterschritt, unddabey gedruckten Fürstlichen Jnsiegel.sign. im Feldlager von Nov.

Das fünffrmd zwantzigste L'apitel.

Von der

vekenlion eines Landes.

AS Wird ein Volck gar selten voneinen andern mit Krieges Ntachtüberzogen, ohne daß solches das-jenige hatte wahrgenommen, was zu des-sen Schaden und Nachtheil relolvirt wor-den, weil die gemachten Krieges Prepara*toria solches genug haben iniormiren kön-nen, wessen es sich zugetrösten, und was eszu fürchten habe. Wie das Wetter nichtgleich, oder doch zum wenigsten gar selteneinschlägt, wann sich nicht vorhero trübeWolcken und Blitzen sehen, und Donnernhören lassen, so stellet sich auch ein Poten-tat niemahls in Waffen, daß er nicht zuvorhero erst die Krieges-lviareriaiien her-»bey geschafft, und sich mit Bedrohungenvernehmen lassen, seine gefaßte ssesoiutisnzu vollziehen, dergestalt, daß ein Volck, sodes Feindes vessem zuvor siehet, Zeit ge-nung hat, sich zur Defension zu schicken.Eserfordert auch die Vorsichtigkeit und Poli-tic eines Staats, die Waffen zu ergreifen,und des herankommenden Feindesentwe-der sich zuversichern,oder solchen noch ent-fernet, anzufallen.

§. 2 . Ein General, der fein Land zu

Kk 2 beschützen