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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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299
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Von dem betenden Soldaten .

Ä» seiender Verstorbenen undlaß uns künfftig vor deinenRühmen und Jauchzen allej^usammen kommen, und darnachH^Merwahrcnden Frolocken deinerewig sehen Amm.

Seuffzerlein.

fV| ^anck sey dir gelungen,

% JW der Barmhertzigkeit,

A^ist mein Merck gelungen,wmid) vor allen Leid,fc! tooc Unglück mancher Art,

Ä!?Itreulich hast bewahrt,i2 n Feind hinweg getrieben,

^ unbeschädigt geblieben.

^eth, wenn man den Feind

^erfolgen und nachsetzenmuß.

PlR, allmächtiger GOTT, derw nimmer matt noch müde wirft,

Ueh^Uni) Kraffte nimmer ab-Uiich' 5 Wir sind beordert, dem Femdeihi, Än, unser Schwerd aufs neue anf)(C Reiben, und ihn in den Rücken zuIndem nun unsere Macht uuddk,),?bißher ziemlich geschwächt wor-dasGlück sich auch gar leicht wen-.

W^kehren kan, als mache dich aber-Uilsex K uns auf,u. siehe uns bey,GOtt, jMacht und Stärcke, sonderlich a-Mik,? uns den rechte Weg, aufweichenUtls s-,,^chetlen und ergreifen, und zeige,theil I/'st ben Ort, da wir uns mit Vor-!

«itfyM hängen und schlagen können,!

M ?,!vir nicht unglücklich fahren bey >

"röre,llnd nicht etwa» zit nachlas-!

^oZnosciren, oder zu sicher in!

^>r s§'vder zu verwegen in Attaquiern, j ^urch eine und andere Tumm- >

M A übel anlaufen, und mitSchimpfplfÄnfce zurück gewiesen werden-^hkt g^lso noch weiter, haft du uns biß?Mn,und laß unsere Feinde noch^lle^Mrecken für unsern Anblick,

.UM. >^agt werden für unserer An-^a Agesammt flüchtig werden fürpuffen. Lehre sie erkennen, daßMenschen, du aber ein all-^Ott,und ein gerechter RichterMZuMe seyst. Nun in solcher fe-§Uiew-,M^und ftarcken Glauben willM »NewI^^uf ritterlich fortsetzen,undMrit tzjchii treuen GOtt, nach wir vor,in^lu blei? Galten lassen. Dein bin ich,und lebendig. Amen!

Rutsche S-wm.)

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Seuffzerlein.

Wer hofft in GOtt,und demvertrarlt,Wird nimmermehr zu schänden,

Und wer auf diesen Felsen baut,

Ob ihm gleich stoßt zu HandenViel Unfalls hie, hab ich doch nieDen Menschen sehen fallen,

Der sich verlast auf GOttes Trost,

Er hilfft sein'n Gläubigen allen.

Gebeth, wenn die Schlacht übel ab-gelaufen.

OTT,wie jämmerlich hast du unszugerichtet, und wie hart haft dnunsere Missethat an uns heimge-sucht? du hast deine Gnaden-Hand vonuns abgezogen, unsere Ordnung zerrissendenWürg-Engel Unter uns geschickt,unddas Feld mit unsern grossen Verlust un-sern Mederwartigen in die Hände gege-ben. Ach freylich haben wir dieses alles,und noch wohl mehr,verschuldet, und hat-test du gar recht gethan, wenn du uns ms-gesammt hingerichtet, und von dem Erd-boden vertilget hättest. Dem wir sindböse und gottloß gewesen, und haben aufdich und dein Wort gar wenig gehalten,um deine Hülfe dich selten,oder gar nichtangeruffen, unsern Rath nicht bey dir,son-dern bey uns selbst gesucht,unsern Kräfftenund Armen alles nnd iedes zu getreuer,und also dieses Rach-Schwerd wieder unsselbst ausgezogen. Aber, 0 HERR, laßes doch nicht gar ausseyn mit uns,und mitdeiner Hülfe, und gedencke, daß wir auchdurch deines Sohnes Blut theuer erlösetsind, darum tröste uns wieder,nachdem duuns betrübet, sammle uns wieder, nach-dem du uns zustreuet. Heile uns wieder,nachdem du uns verwundet, hilfuns wie-der, nachdem du uns bißher verlassen, aufdaß wir nicht fallen in Verzweifelung undUnglauben, in weitre Verachtung undSchande, in Abgötterey und thörichreAn-sck!äge,und die gekränckte Seele vollendsverlohren gehe. Erzeige uns wieder deinewunderliche Güte, du Heyland derer, dieaufdich trauen, und laß dir doch die Nothdes seuffzenden Vaterlandes,und so vielertausend bedrängten Seelen zu Hertzen ge-hen. Hilffdaßwir den erlittenen Verlustbald wieder mögen auswetzen, den ver-lohrnen Sieg bald wieder glücklich abneh-men, den zugefügten Schimpfs mit gutenO 0 2 Nach-