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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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298
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298 Des dritten Theils ein und dreyßigstes Lapitel.

schrecken,und laß sie erkennen,daß du unserGOtt noch lebest, und uns deinem Volckgnädig seyst. HCrr,ich versehe mich ohn-fehlbahr deiner Hülfe, und wenn ich nurdich habe, und du meines Hertzens Trostu. Theil bist, so frage ich weder nach Him-!mel u. Erden,weder nach dem Gegenwär-tigen noch Zukünfftigen,weder nachWun-!den noch Schlagen, weder nach Pulver jnoch Bley,wenn mirgleichLeib und Seele ldarüber verschmacht.Derohalben überge-!be ich mich dir gantz zu eigen.Ich übergebemich dir GOtt dem Vater,der du mtci) er-schaffen hast;Ich übergebe mich dirGOttdemSohn,der du mich durch deinBlut er-löset hast, ich übergebe mich dir GOtt demheiligen Geist, der du mich geherligethast.O allerheiligsteDreofaltigkeir,thuan miru. allen deinen Knechten Barmhertzigkeit.Hilf,und sey uns allen gnädig. Amen!

Gebeth/ bey dem Angriff/ wenn es

anders die Zeit leidet.

> Eiliger GOtt,Vater und HERRmelnesLebens,eile jetzt mit deiner

Hülfe,und erweise dich,daß,wenn !. vTdl°N°rh«m Möstm,du o GOtt am «Ä 0»K

rühmen desHErrn,daß es dieBend?^

sten seyst,denn das Schwerd fangtbereitsan zu fressen, die Stücken brausen, die Ku-geln sausen,das Erdreich erschüttert,«, ichkan keinen Augenblick meines Lebens mehrgewiß seyn. Darum versäume uns ja nichtmit deinemBeystande,die wir mit dem ro-then Blute deines Sohnes theuer erlösetsind; Laß unser Hertz nicht erschrecken,un-sere Sinnen nicht verzagen, unsern Armnicht sincken,und unsereKrafft nicht versie-gen,sondern gib unsMacht u.Starcke,daßwir in dieserSchlacht wieLöwen kämpfen.

O IEsu,sey und bleibe du unter uns,dennes willLlbend werden,u.derTag unsers Le-bens will sich neigen. Dir ergeb ich michnochmahls mit Leib und Seele, und bleibedein todt und lebendig DerHERR segnemich und behüte mich, der HErr erleuchteseinAngesicht über mich,u. sey mir gnädig,der HErr erhebe sein Angesicht auf michund gebe mir Friede. Amen.

HErr, meinen Geist befehl ich dir, MeinGOtt, mein GOtt, weich nicht von mir,

Nimm mich in beine Hände, O wahrerGOtt,Aus aller Noch, Hilff mir am letz-' I versündigen- übrigen so

^ Ende. Amen. n jenigen wieder, so hin und her' U W^

Danck- Gebeth/ wenn die Schlacht streuet sind. Ersetze, die uns tn ^

wohl abgelaufen. -Treffen abgegangen.Vechinde

QObe den HErrn meine Seele, und was , verwundet und halb tod darnreoe^^r<ev jn mir ist seinen heiligen Nahmen, lobe I

den HErrn meine Seele, und vergiß''^was er dir gutes gethan hat, derdeine Sünde verziehet, und alle deine. ^brechen heilet,der dein Lebenvom Derden erlöser, u. dich krönet mit Gnade'» 7Barmhertzigkeit, denn ich warmu^,umfangen MeineSeeleschwebete i*»JLserster Gefahr, mein Leben steckte deM5de in Rachen,u.mkin Fleisch war dew^ ^derben gantznahe. O wie mancherW*dicfenTreffen gefährlich verwundet,Etodt geschlagen worden,wie mancher^u!?d lahm gemacht,wie manchenmuWasser versthüttet, und wieehrlicher Camerade hingerichtetaber du hast mich wunderlich erJJJ u ,mächtig vertheidiget,väterlich befthEßwie deinen Aug-Apfel bewahret,unsere Feinde in die Flucht geschlag^,Ordnung zurissen, ihren Arm zerbr^ihre Hertzen zu Wasser gemacht, ^Macht zuBoden geworfen,ihrezernichtet, u. den Stein,den sie wieder^,aufgehoben,aufchreSchkitel fallen lsn>

ren und sich freuen. Preiset mitHErrn, und last uns mit einander!^Nahmen erhöhen, denn da ich demsuchte,antwortete er mir,u erretteteaus aller meiner Furcht. Welchesehen und anlaufen, derer Angesichts,onicht zu schänden; Ich bitte dickdu ewiger, gnädiger und fcarmPL'kGOTT, du wollest uns noch fernerallmächtige Hand reichen, und ,nFeind noch ferner verfolgen, die Mk« ^hm vermehren, das Hertz ihmnehmen, an allen Orten und Enden, ASer sich wird wenden,ihn unstet undmachen, und demselben dem zugrtA^Schimpffund Schaden an uns ÄvWweder Zeit noch Gelegenheit vern^ALaß uns auch deiner Güte nichtj vergessen, wegen zugestoßnen Gluao ^etwan sicher oder übermüthig werde* r ^fern Kräfften und Vernwgenzu messen, noch an deiner Barmhttv Mund geleisteten Hülfe uns aufem^

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