308 Des dritten Theils vier und drepßigstes Lapitel.
Waffen-Stillstandes zwischen der Kay-serlichenund Spanischen Armee in Sici-lien folgendes Ceremoniel beobachtet: Amdritten May schickt der SpanischeMarquis de Lede an den vor Palermocommandirenden Kayserlichen Herrn Ge-neral,eine General-Adjutanten Mit sthrifft-licher Nachricht, daß er von seinen KönigBefehl erhalten, einen Stillstand einzu-gehen , auch beyde Königreiche Sicillenund Sardinien zu evacuiren, mit beyge-fügten Begehren, daß er zu einer deswe-gen anzustellenden Unterhandlung Zeitund Ort benennen möchte. Als man sichnun gehöriger machen darüber verstanden,so ergieng Befehl bey beyden Armeen, bißaufweitere Ordre mit den Feindseelikeiteninn zu halten. Gegen Mittag kamenKayserlicher Seite der Herr General-Feld-Marsthall Lieutenant Frey - Herrvon Seckmdorff, und der Herr GeneralFeld' Wachtmeister Herr GrafOttoearwn Stahremberg; Groß-BrittannischerSeits der Herr Schiffs- Capitain 8amei-ders nebst dem jungen Chevalier Bings;
, Spanischer Seits aber der General-Lieu-tenant Conte Climo samt DftttMarchallde
Lllamp Herr d' ^ponte in einer zwischenbeyden Lagern befindlichen Gasüne zusam-men, allwö sie die Vollmachten gegen ein-ander auswechselten. Den 4. und 8 . ditokamen gemeldte Oeputinen abermahlszu-sammen, u. am s.ejusdem früh gegenzUhrkam man mit steguiirung derkunüe wegendes Waffen-Stillftandes und Bvaeuirungwegen des Königreichs Sicillen zu Stan-de, woraufdaffelbe in das reine gesetzt, dieinstrumenta so dann übersehen,und davoneinen jeglichen eommandirenden Chef derbeyden Armeen, und Königlichen Groß-Brittannischen Flotte eines in sein respe-ctive Haupt-Quartier u. Admiral-Schiffzur Unterzeichnung zltgesendet worden.Als diests erfolget, geschahe Abends gegen5 Uhr die Auswechselung der Instrumente,die solenne Publication des WaffN-Still-standes und Bvacuation des KönigreichsSicillen durch Trompeten-und Paucken-Schall. Am?. ditoVormsttagsgeschahedie stipulirte Auswechselung der Geißelnzwischen beyderseitsArmeemnachgehendsaber gab der Spanische commandirendeGeneral dem Kayserlichen Chef der Ar-mee unter Begleitung vieler SpanischenGenerals und anderer Offieiers indem.^aupt-Quartier die vifue, welche dieserim 8. dito unter einen stattlichen Gefolge i
von der Generalität u> andernin mehr als 1Q0. Personen starck erwioe '
§. 8 . Wenn der getroffenen c ? n S vCI i 2in etwas entgegen gehandelt wird,der, so solches gethan, der andern.^
they 8 ati 8 fa<stlvn geben, und pflegt
ches vecisum insgemein zur gut»'^Entscheidung zwey Generalen von ^derseits Armeen aufgetragen zu wer 1jedoch wird der Stillstand deswegen ^nicht für gebrochen gehalten, wenn F ^einer oder der andre Unter-Offieierks',seinem'unter sich habenden Völckew",terwahrender Zeit indem Quartier ,der sonst einige insolentien verübet» Mzwischen werden die Offnerer u^^fttaten, welche dergleichen LxtravE^vorgenommen, zur gebührenden^gezogen.
§. 9. Der Vergleich des StrlE>wird beyden Armeen unnachläßllw^^störet, und die Copeyen von einerConvention gegen beyderseitsausgewechselt, damit sich die Mdarnach zurichten wissen.
Das fünff und dreMgste M
Von
derGefaiigenriehnillE'
§. 1.
Leichwie ein jeder SoldatdEstngenommen wird, auchvw^l,v
— Juramentftcf) dazu pflÜhtlLj^s
anheischig macht,daß er zum Dienst^ p\Landes-Herrn und des Vaterlands F
lassen, er Ware denn dermaßendet, daß er keine Wehre zu thun v r ^te; und wo einer oder mehr daw> #
deln, werden sie vor meynev^^jft'Schelme gehalten, und darüberDie ihre Fahne nicht biß aufor^^s^
Bluts-Tropffen vertheidigen, wNy ^
bige verlassen und fliehen
Galgen zum Lohn, und dagetödtet würden, haben diedeswegen doch nicht gefrevelt. ^ v( tw'die Flucht nimmt, oder felnePvn ^ihn ergre-fft, w* &
wird, wenn man