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Des dritten Theils acht und dreißigstes Lapitel
denn sie läst sich wegen ihrer Härte undkorme gar leicht berühren. Ist es nun so,so kan er sie fein raus schneiden,und herausnehmen. Ist aber die Kugel so tief darin-nen, daß ihr Ausgang nicht so zu haben,muß er durch das Loch, wo die Kugel hin-ein gangen,einen Sucher hinein gehen las-sen, und wenn er sie angetroffen, ob schondas Loch etwas tief, doch die Herausnah-me versuchen. Kan er die Kugel mrt demSpecill unmöglich suhlen und herausbrin-gen, so muß er mitEitermachenden Mt-teln das Loch zum erschwaren bringen,daßdie Kugel von sich selbst ihren Ausgang su-che. Wolte sie sich auch auf diese Weisenicht bequehmen, so laß er die Wunde nurzugehen; Die verheileten Kugeln findensich offt bey manchen inIahr und Tag,undnoch langer, die doch ohne grosse Be-schwerdegetragen werden. Bey etzlichenfenckt sie sich wegen ihrer Schwere, daß sieauf einen Schnitt heraus zu gehen pflegt.
§. iz. Um den Brand zu löschen, mußer prscp' 3 >-irten,oder nur geläuterten Sal-peter in einenBecher voll frischen Wasserszergehen lassen, und den Patienten oft da-von trincken lassen, auch ein äußerlichesgutes Brand - Salbgen appliciren. Beyden vergiffteten Wunden muß er wohlAcht haben, ob auch die Wunden Gisstempfangen, denn es tragt sich zu weilen zu,daß sich die Wunde erstlich fein zur Heilung schickt, aber nichts destowemger gehet der Gisst heimlich denl Hertzenzu, undtobtet ihn, daß sich mancher darüber wun-dert, der solche gisstige Schäden nicht ken-net, wie es doch damit zugegangen undmöglich sey. Bey diesenWunden muß erausfolgende signa Acht haben: Sie be-ginnen erstlich eine Röche und Hitze zu be«kommen, und folget ein Schauer,gleich alswenn einer ein Fieber hätte,darauf; DieAederlein in den Augen werden ein wenigroth, die Wunde laufft auf, an den Wun-den Leffzen lassen sichunterschiedlicheFar-ben mercken, inwendig siehet das Fleischschwach, und das Glied wird dem Men-schen gantz erschlagen und müde; DerMagen ist eckehund stets,als wolte sich derPatient brechen, welches auch bißweilengeschiehet; Es ist kein natürlicher Schlafda; Der Eiter in Wunden wird wässe-richt, und fanget an zu brennen. Wenner nun solche ftarckeZeichen vermerckt, kaner schließen, daß Gisst dabey seyn müste.Derowegenmußerbaldzu den Gifftab-treibenden^eclicamerrten eilen, damit es
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von innen Wieder heraus gebracht
bevor es das Hertz gantz und gar ^
nimmt.
§. 14. Vor allen Dingen muß emEclliru>-gu 8 seinen Feld-Kasten wohl zusorgen wissen, und denselben gebuh^'
einrichten, damit es ihn nicht an
nehmsten, weßen er in dem Feldebene^
get, gebrechen möge. Er muß in lFeld-Kasten, der aus unterschiedenen^chern bestehet, die kurgaaria sirop! lC ‘,,,
compoilta, welche theils pulveeiurr,
wohl verwahrten Schachteln, oder tschraubten Büchslein, theils auch inU^.nen verglastrren Gefäßlein aufbeham^Einfache und zusammen gefetzte PJLMittel sind folgende: Aloe, Rhab^z.
< Jalappen, Bkanna, auserlesenes.^j Blatter, Laxirende Rosen-oder! SyrUp,b 4 alla pilularum aui-earuw^^.st^ Zapfflein. Der ander e Abstrtz kan^.,^hand alrei-irende und starckendeT^ ^
! gen und Pulver in sich begreifst^j Confectio /Vlbermeg, mit Bisam UU^bra, prsepa risse Orientalische PerltNFCqrallflt, so zart pulverisitt sind,tes und ohne Feuer prTpql-irtes PtUHorn, Ol-ientÄlischer und OEcidenl»''!^.
Bezoar, Antimonium diaphoreti Gun ^jje>plex, prTpai-irteN armenischen qü *
riac, Ntethridat, Siegel-Erde, 0 ^cker,gebrandte Alaune. mjj&
§. i5. Der dritte Absatz kanE^,Gewürtze, Mehle zu den UiiiBii»sammt den Blutstillungen, in EftgN,als: Würtz - Nelckerst Zimmt,
Galgant, Pfeffer, Muscaten-A^ch^Muscaten - Nüsse, Zitwer, A s^'
Bohn^Mehl,Gersten-Mehl,GHt ch
Von destillirteti Wassern und
muß er bey sich haben:Aniß-^ayer,
!ser,Rosen-Eßig,Rauten-Eßig,HollU^
| Blüth-Eßig, Meer-Ztvibel-Eßlg'^x^I rup von Citronenfasst, vonnaten-Aepfeln, Maulberen,nig,von Klatschrosen und getrock > ^feit. Von WurtzelmBlürhewun^ 0men, die in leinen Säckgcn am ^fdi'ßigste müssen verwahret werden '-^ qjWurtzehAngelicen, ruMUttd^^^t
Pimpinell-WurtzehTormenuu ^
BonagenBlttMkn,Ochsm-Zttttgen^,