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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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325
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Di^evMcht eines Feld Herrn m Besorgung der Gesundheit

Kamillen - Blumen, Steinklee-tz ,^ey, Holunder-Blumen, Quitten-^eiu - Saamen, Fenchel-Saa-''Gerften-Körner-Saamen.

V Don Krautern:Wermuth,Oder-ESteinklee, Leronien, Cardobenedi-^'Mgentrost, Erdrauch, Tausendgül-

.Äuf . cYrtfimnu'^#^rslitf. Majoran.

^ f/ ,, 'flut, Iohannis-Kraut, Majoran.toea r Krausemüntze, Pappeln, Bru-^Salbey, 8cabio5en, Scordien,

tkj, Drtzen, Violen u. s. w. Vo n FrüchLk^'nmarlbus u. Fetten: Mandeln,Iü-8kb,^Wen,Lorbeere, Wacholderbeeren,^7'eingemachte Kirschen, getrockneteS| e ltei GallAepfel, Simonien, Gummi^olopboaien, Mastix, Myrrhen,t>a!' wohlriechender korax, Terpentin,p«Uh? f Wachß, Hirsch-Unschlitt, Ca-?W-Fett, Bären-Schmaltz.tltJilJ- Von oiitaetm und Balsamen:Q^ehl, Agtftein - Oehl, Camillen-Qch'Dill-Oehl, Iohannis-Blnmen-7«stix-Oehl. ausgedruckt Musca-VZl, süß Mandel-Oehl,- Nelcken-M,' 70 sen-O ehl, Terpentm-Oehl,Wa-^o^eer-Oehl; Schlag-Balsilm,Ci-fk^^Bqlsam, Majoran-Balsam, Ro-Rauten-Balsam, Agtstein-LalN' Von Salben: emReinigungs-ein digestiv - Salblein, einew- Salbe, ein Alahaster-Salbgen,llich, popuIeou,Rosen-Sälbgen,dlerothButter. Von Pflastern:W Pflaster, Meloren - Pflaster,Elfter, Froschleich - Pflaster,«'!? Ziehendes Pflaster,wtö,,,« ^in Lbirurgu8 oder Feld-Schee-M Ä? dicht allein die Medicamema bey

sondern auch ihre K raffte,8el)ka,.?ungen,wovor dieses oder jenes zu.wen, und die Doses, in was vorein jedes zu nehmen sey, wohlJffte p- Vorhergehende und beschrie-Nh^öicameura findet man in allen^tMMen Apothecken der grossenil'^Und muß einFeldscheerer,bevor er!>ckg^.gehet, seinen Feld-Kasten aus er-^FeWpotheckanfllllen lassen, dennH etltz^Ser stehen doch insgemein so,

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tv>on einen und andern Medi-Dtt' n,,^verfertigensso muß er sich ausw andern. Schrifft,als aus des

. c opQ e - 8 ^harniacie, aus Zwelters Phar-* ^ u gustaaa reformata, und an-

_ _ W. Z25

dern dergleichen Raths erhöhtem Ermuß nicht allein mit seinem Medicomnterdessen virecstion er stehet, in einen und an-dern, zumahl in solchen Fällen, die etwanein wenig schwehr und zweiffelhafftig sind,fleißig comrnuoiciren, sondern sich auchmit denen berühmten chirurgis der gros-sen Städte, bey denen er zu stehen kommt,bekandt machen,und mit lhnen Lorpeffon-dii-en, damit er in seiner Wissenschafft im-mer weiter und weiter kommen möge. Ermuß auch darinnen seiner instruction ge-nau nachgehen, daß er nicht etwa» ohneVorwissen und Erlaubniß des Feld-M^di-ei, oder seiner vorgesetzten Herrn Officre-rer, innerliche Medicamcnra den Patien-ten verschreibe, ausser imFall der höchstenNoth, sondern bloß bey seinen äußerli-chen Euren bleibe.

Das neun und dreyßigste Lapitel.

Von

der Pflicht eines Feld-

Herrn/ oder General-Feld-

Marschalls in Besorgung der

Gesundheit seiner Armee.

§. i.

>Leichwie die Gesundheit eines vonden nöthigsten Requisit mit ist,wenn ein Soldat seinen Berufausüben soll, also muß auch ein Landes-Herr, oder in dessen Abwesenheit der Ge-neral Capitain einer Armee,so viel als ihnmöglich ist, vor die Conservation der Ge-sundheitseiner Unterthanen besorgetseyn.

> Zu dem Ende muß erAnstalt machen, daß-die Armee mit erfahrnen und verständi-! genFeldMedicis undLbirurgis versehn sey,'die von einerMedieiliischenbaeuirLt vorher: ihr Examen ausgestanden, und Hrer Ge-sschicktichkeithalber ein rühmlich Testimo-nium ausgewiesen; Er muß bedacht seyn,daß sie ihre Besoldung richtig erhalten,auch das Geld bekommen, daß sie zu Ali-schaffung der Medieamsmen von Nöthen

haben.

$. 2 . Da öffters durch das unmäßigeGenießen des Obstes,insonderheit des un-reifen, DissenteriM und andere Kranckhei-ten in dem Lager einreißen, so muß er beyscharffer Strafe dene Marguerendem ver-biethen,daß sie nicht allerhand unreif, odersonst schädliches Obst und Garten-Früch-te, als Melonen GurckemSpillinge, Ma-R r 3 run-

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