326
Des dritten Theils neun und dreyßigsteö Eapitef^^
cher und weit nutzbarer sey,als das Eink^thenderAertzte.
. Ausserhalb den Lager sind Gru
runcken, u.s w. m das Lager zum Verkauffbringen.Er mußSorge tragen,daß dieAr-mee an Brod,u.Getrancke keinen Mangelleiden,», soviel es sich will thun lassen,gu-tes frisches Mehl, daß nicht feucht nochdumpfichtist, und gesundes Geträncke,o-der zum wenigsten frisches Wasser, in Be-reitschaffe gehalten werde. Es müssen sichdieSoldaten keiner schädliche,sumpfichtenWasser gebrauchen, sintemahl ein böserTrunck Wasser den Gisst gleich, und demTrinckenden die Pestilentz verursache undgcnerirw kan; Muß man sich ja sothanermorastigen Wasser bedienen, so ists rath-sam, daß man sie zuvor in Küssen fthütte,an die Lufft stelle, und sich also setzen lasse,und hernach gemächlich von der Grund-Suppe und gesetzten Schleim abschöpffe.
§. 3. EsiftAchtzu haben, daß dasKrie-ges-Volck nicht in Landschassten,darinnenPestilentzialische Lufft vorhanden; Oderneben ungesunde stmckende Pfützen undMoraste, oder aber in allzu dürre ausge-trocknete Gegenden, da keinSchatten vonBäumen, des Sommers ohne GezeltundHütten, gelagert werde, und daß sie nichtzu langsam aufbrechen und darüber von'oerSonnen-Hitze ermattet,ihnen Kranck-heit verursacht werden, sondern sie desSommers mit den Aufgang der Sonnenfort marschiren,inWinter aber inSchnee,Regen und Kalte die nächtlichen Marschevermeiden, mit Holtz zum Feuer-Werckund mir nöthiger Kleidung versorget seyn.Denn es ist weder der Gesundheit, nochzudem Fortziehen desSoldatens nütze, waner von Frostn.Kälte starren muß.^iexsn-6er 8cveru8 sitget bey dem t.ampridio: tol-les non timet,sivestitus,armatus,calceatus&satur &habensaliquidm zonula, idcircoquod mendicitas miiitaris ad omnem de-iperationem armatum vocet.
§. 4. Wenn in Sommer und Herbstdurch Ungelegenheit des Ortes böse Seu-chen entstehen, so ist das beste Mittel, dieLager ossters zu verrücken und zu mlt*\gen. Es ist auch gut, wenn eine Seuche junter dem Volck einreißen will, solches aufHöhen u lagern, da die Winde die Quartn ednrchwehen können, und daß mans infi AgerUbung,Bewegung undArbeit im-merzu antreibe. VeAetiU 8 schreibet in sei-nen dritten Buche, und dessen andern Ca-prtul, wie dieKrieges-Erfahrnen derMey-mmg gewesen, daß die alltägliche Übungin den Waffen der Gesundheit zuträgst
§. 5. *utjrm;«u> wn Lugcr s»'"zu machen für allerhand Unflath, den tzrath von Vieh und andern tf tn „TWSachen hinein zu fthütten, und wenn >halb damit gefüllet, alsdenn mit der.gegrabenen Erde zu überschütten, ^gäntzlich auszufüllen, neue wiederumdie Stelle auszugraben,wie auchGräber an einen gewissen Ort außer"Lager anzuordnen. ,^
§. 6 . Bey 6 rassu-ung der Pestilenß^,fchen Seuchen und ^ranckheitenm«"^befehlen? daß die Soldaten allewieder die böse Lufft von Bär ® Swder Angelicken-Wurtzel etwas zumen, u. dißfalls gehörige Anstalt r ] Ltywerde, damit die Feld-Aporheckge damit versorget sey.So ist auch WchenLäufften von den Feid-^ied-cowisses ltc^imeu vorzuschreiben, u.meezu publiciremwiesie sich htebey^^führen habe, um ihrer Gesundheitzu nehmen. Die mit gisstigenangesteckt, sind alsobald von den ^den abzusondern, und in das Feldeszubringen. .
8 . 7 - Es muß ein General-Capitallerhand liederliche Vetteln, wodut^^uprave Soldaten in ein liederlichesverfallen, aus seinem Lager versagund dieselben fortschaffen und Z}il^schen lassen. Es wird nicht alleiu^MteNseegen GOttes bey solchen Sch^/n $über eine Armee zugezogen,
Kräffte der Soldaten.werdendie Hurerey entkräfftet, tlnd sie 'Ke#'nachgehends gar ossters in diechen Krauckheiten,darüber sie ^Abscheu werden, auch ossters garben, oder doch gesunde Gliepmasrliehrc,,.
§. 8 . Nachdem das unbesonnenezur heißen Sommers-Zeit m w. lt #Flüssen nicht allein der.GesuE^^nnachtheilig ist, sondern auch w'fremden Wassern, deren TxftWbekandtist, ihren Geist ausgebe
so sind ebenfalls auch himnnenren zumachen daß dergleichenden Flüssen entweder gantz un jA e t; jÄ
then, oder doch demselben, nawheit und der Beschassenheck ^^und Zeiten, Ziel u- Maße gesetz §, 9