Buch 
Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
Entstehung
Seite
331
JPEG-Download
 

>

Von allerhand leichten und geringen ArlMy-Mitteln.

Paradiß-Körner, Calmus,Gatgant, Zitwer, Fenchel, Rel-dergleichen gebrauchen. Die%a ^er ist, wenn du einige Tageund gar alles Essens enthältst,e * n wenig Brodt und Wein zu

3U

telsAben Schlucken ist folgendes Mit-offt probat erfunden worden:Ik,a Wacholderbeeren, rothe Heckro-d Krauftmüntze, jegliches einesche»??ll, pulverisifc es gröbliche, msteinander, hernach nimm^(gl.S der wohl sauer ist, so viel alsöe^M-Ey groß, knete das Pulver ink KAM wohl, lege ihn hernach in ei-grüß sehr scharfen Wein-H,^M,der gantz heiß, und am siedenkit j JJbe den Teig mit einen Löffel,oderFingern, daß es wie ein S3vei;schein zweyfaches leinen TuchHit h ?f n Ecken, streich den Teig dar-N, h'o lege es gantz frisch auf den Ma--Hkktz..A kine Spitze des Tuches auf die^ube komme, das Breite aberNabel zu, wenns trocken^teiwS uimm gar heissen Weinessig,Ar Ak damit den Teig auf den Tuchs^ dqß er gantz feucht und heißg ^ wieder auf, und folge nach,

Ä 32.

Heiserkeit und in Husten istVkKj ^brauchen, wenn man zufthnit-N und kleine Rosinen auf einenWe^ ^t, Brandwein darauf schütter,MsxMgehends anzündet, und Löf-d^lesset, oder Zucker - Cand anWenden Wachsftock thut, und^ crnFltcker davon tröpfelt. Duein Trisenet machen vonA^urtzel, Alant-Wurtzel ,jedes zwey Quentgen,^ öj^wut, jedes drey Quentgen,ÖKeti^ et brey und einen halbenlll)'derst,Nlttn missen Zucker sechstzAeg A^ch dieses alles zusammen,

ClHcSf' streu es auf gebahetep ' ^ ' bre in Wein geweicht

"küß solche dann und wann.

ÄNechen nimm fleißig Krebs- !e..'' ?ähne, - Perschensteme, !^"rlche Sowar)

1 1 Cardobenedicten und Marien-Dmeln.Wenn du heisse Milch m eine Rmdes.ober Schwems-Blase geusi, und äusser-lich auf den schmertzhaffren Ort warmüberlegest,ist auch gut.

. 34»

Wieder die Schwindsucht nimm sechsLoth Gersten, zwey Quentgen Süß-Holtz, und zwey Maaß Wasser, kochesie, biß die Gerste aufbricht, alsdennthu eine kleine Hand voll rother Mohn-Blätter hinein, und laß sie darinnen, isolange du kaust hundert zehlen, davontrinck orämair, vermisch drey Theile un-ter einen Rössel Milch, rmö mach esmit Rosen - Zucker süsse. Wieder denAnfang der Schwindsucht rst überausdienlich, wenn du jung grün Korn ent-weder auf Butterschnitten issest , oderes mit Wein und Zucker, als eine Tun-cke, abreibest. Du kaust auch Etternof-ftln dörren, solche mit geftoßnm weistsen Zucker-Cand vermischen, und alleMorgen zwey oder drey Messerspitzen zrrdir nehmen.

Wirst» von tollen Hunden gebissen,so wirf die gebissenen an einen Seylealsobald ins kalte Wasser, lege sie her-nach auf den Bauch, und das Obertheiletwas unterwerts, damit das Wasserwieder herauslaufe, oder gib ihnen einQuentgen von dem Russe ein, der von ei-»nen alten Kessel abgeschabet worden.

36.

Wieder Ohren-Brausen mach cmKümmel-Brödgen, thu gestoßne Lor-bekn, Wacholderbeere und Fenchel dazu,mach davon einen Teig an, back ihn, wiesichs gehört, oben mach em Loch hinein,und halte dasselbe Loch an des KranckenOhr alsobald warm, und wiederhohl esoffters.

Ein geringes Mittel wieder die Pestund allerhand gifftige Kranckheiterr istfolgendes; Nimm frischen Kühkoth, derdes Morgens in Frühling zur besten Blu-men und Graß-Zeit gesammlek, eine ge-wisse Portion, vermischt es hernach mitfrischen Brunnen- Wasser, digerir es in ei-ner gelinden Warme, und laß es ein 24.Stunden also stehen, laß es sich wohlzu Boden setzen, und geuß zuletzt dieklare Brun-Tinctur ab, die eben nichtunlieblich riecht. Laß den k^ientmSs a