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Des sechsten Theils zweytes Lapitel.
söhnen einen besondern Gefallen, wennsie eine große Menge solcher Grundrisseeinsammle« können, sonderlich derjenigenPlätze und Festungen, die nicht weit vonihren Grentzen abgelegen, und bey denensie in den künfftigen Zeiten eine Attaque- oder Defension besorgen. Es ist auch ein.besonder Plaisit einen Verrath allerhandschönen Risse von den berühmtestenStädten und Festungen -Europa, vonSeehäfen, Meerbusen, Musen, Berg-häusern und andern Orten von impor-tanz zu besitzen, und eine nützliche Cim-ositslt; Man kan hiedurch offters mehrerfahren und mehr railoniren als ein an-derer, der selbst an den Orte gewesen,sichaber wenig oder nicht um deren Beschaf-fenheit und um die Umstände der Gele-genheit erkundiget.
§. 3 , Mit denen Grund-Rissen der Fe-stung kan man vor der Arcaque auch eini-ge mündliche Nachrichten vereinigen,undmuß man sehen, daß man solche Spionenauf die Gelle bekommt, die einen gegenein gut Trinckgeld, welches man hierbeyim geringsten nicht muß fehlen lassen, dieBeschaffenheit der Wege, Strassen, derWasser und anders mehr anzeigen. Kanman Soldaten bekommen, die m einersolchen Festung vor dem gedienet, und sichlange Zeit in dergleichen Gegend aufge-halten, so ist es gut. Man muß sich vor-hero erkundigen, wie starck die inliegendeGuarnison sey, ob sie mit allen, was ihrnöthig, zur Gnüge versehen, ob der com-mendant ein alter erfahrnerSoldate,odernur ein junger Officier und galant Hom-me, ob er seinen Herrn treu und red-lich diene, oder ob zu vermuthen, daß ersich durch! Geld werde bestechen lassen,ob die Guarnison mit der Bürgerschafftund den herreingeflüchteten Land-Volckin guten Vernehmen stehe oder nicht, obdie sämmtlichen Officierer gute und be-hertzte Soldaten, ob dle Gemeinen eingut Hertz zu ihnen haben, ob genug Pro-vision und Proviant in der Festung, undviel anders dergleichen mehr,darnach mansich zu erkundigen hat.
§. 4 . 3n Recognofcimt MUß tttsttt stttdenjenigen Orten, wo man Willens ist,den ersten Angriff zu thun, und die Apro-vllen anzulegen, solches mit der grösten
Behlktsiimke.it verrichten, undweder bey Tag noch Nacht allzuviel^fens noch Maulaufsperrens macyeU'auch bey Nacht allzulautseyn,Ml^den die Belagerten mercken,wavt ^Intention,rt wäre, als welche gNacht so wohl in der Festung, alsAussenwercken, herum parrouilHten,.alle Actiouen der Belagerer auf aa ^naurste oblerviren, und durch ihrestellen verlohrnen Schildwachen aw ^ren,was passiv. Erfahrne undOfficierer wissen wohl, daß man *« nersten Nacht mit weniger Gefah^^man sich in den Handel recht zu JfvUjtweiß, ein groß Stück Arbeitkan, und vielmehr als die andern JMan muß nur in möglichster Stimmit guter Vorbereitung an dre ^gehen.
§. 5. Wolle man aber mit v ^Volck,und einen prächtigen Con,« ^an das recognofciren 'machen,der gute Vortheil und die sicheregenheit zur Arbeit verspieletDefenforeg würden das Vorhaben . ^mercken, uud es verhindern, man w ^hernach doppelte Mühe und GeMben.
Das zweyte Kapitel.
Von denen
Anstalten vor einet* Mlagerung.
§. i.
AS muß ein General,
Platz belagern will,die Trouvven mlt
- , die Trouppenwendigkeit an Proviant Ukld^lu ^ dlksehen,sondern erinuß auch now"
ses, damit nicht das allergenE. ^ m
sen werde, alles selbst veranstane.genschein nehmen, fortführen^sen, was die Soldaten beyes bestehe nun in Aufbauen ^sen.verrichten sollen. Er muß #\0
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