ſohnen einen beſondern Gefallen, wenn
ſie eine große Menge ſolcher Grundriſſe
einſammlen koͤnnen, ſonderlich derjenigenPlaͤtze und Feſtungen, die nicht weit vonihren Grentzen abgelegen, und bey denen
ſie in den kuͤnfftigen Zeiten eine Attaque intenoder Defenlion beſorgen. Es iſt auch ein Nachrrath allerhand Aut
beruͤhmteſten alle
beſonder Plaiſir einen Voſchoͤnen Niſſe von deStaͤdten und Feſtungen Europa,Seehafen, Meerbuſen, Elauſen,
Des ſchſen Theile ſwehtes Tapitel.
haͤuſern und andern Orten von Impor-
tanz zu beſitzen, und eine nuͤtzliche Curi-
oſitaͤt; Man kan hiedurch offters mehr
erfahren und mehr raiſoniren als ein an-
derer, der ſelbſt an den Orte geweſen, ſichaber wenig oder nicht um deren Beſchaf-fenheit und um die Umſtaͤnde der Gele-
genheit erkundiget.
§. 3. Mit denen Grund⸗Riſſen der Fe-
ſtung kan man vor der Attaque auch euͤi-
ge muͤndliche Nachrichten vereinigen, undmuß man ſehen, daß man ſolche Spionenauf die Seite bekommt, die einen gegenein gut Trinckgeld, welches man hierbeyim geringſten nicht muß fehlen laſſen, dieBeſchaffenheit der Wege, Straſſen, derWaſſer und anders mehr anzeigen. Kanman Soldaten bekommen, die in einerſolchen Feſtung vor dem gedienet, und ſichlange Zeit in dergleichen Gegend aufge-halten, ſo iſt es gut. Man muß ſich vor-hero erkundigen, wie ſtarck die inliegende
Guarniſon ſey, ob ſie mit allen, was ihr
noͤthig/ zur Gnuͤge verſehen, ob der Com-mendant ein alter erfahrner Soldate, odernur ein junger Officier und galant Hom-me, ob er ſeinen Herrn treu und red-lich diene, oder ob zu vermuthen, daß erſich durch Geld werde beſtechen laſſen,
ob die Guarnilon mit der Buͤrgerſchafft
und den herreingeflüchteten Land⸗Volckin guten Vernehmen ſtehe oder nicht, obdie ſaͤmmtlichen Officierer gute und be-hertzte Soldaten, ob die Gemeinen eingut Hertz zu ihnen haben, ob genug bro-vilſion und Proviant in der Feſtung, undviel anders dergleichen mehr, darnach manſich zu erkundigen hat. i
9. 4. In Recognolciren muß man an
denjenigen Orten, wo man Willens iſt,zu thun, und die Apro--
den erſten Angriff
chen anzulegen, ſolches mit der groͤſten
Behutſamkeit verrichten, und da
feder ben Fagnoc Nacht alleen ge,
fens noch Maulaufſperrens machen agauch bey Nacht allzulaut ſeyn, ſonſaden die Belagerten mercken, was utionixt waͤre, als welche Tag.
t ſo wohl in der Feſtung, alsenwercken, herum patrouilliren eAclicnen der Belagerer auf daoblerviren, und durch hre a 0
5
fan, und vielmehr als die andern? fMan muß nur in moͤglichſter Stil
mit guter Vorbereitung an die
gehen.
N 4 Gelen9.5. Wolte man aber mit aVolck, und einen praͤchtigen Commean das recognoſeiren machen, 0 1055 -der gute Vortheil und die ſicher“ Liegenheit zur Arbeit verſpielet ſehnDefenſores wuͤrden das Vorhaben ür Nmercken, und es verhindern, man 5 a 8hernach doppelte Mühe und Gefahr)
Das zweyte Capitel.
Von denen
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Anſtalten vor einer Bllagerung. 8
8 muß ein Genergl/ 1I Platz belagern will, 9
die Trouppen mit alle, avewendigkeit an 3 7 und f 1 0ſehen, ſondern er muß auch noch e verge,ſes, damit nicht das allergeringe, in Aſen werde, alles ſelbſt veranſtal beſchliegenſchein nehmen, fortführen Aubeſen, was die Soldaten ben der in 1es beſtehe nun in Aufbauen lenthalbenſen verrichten ſollen. Ex muß g zugeh
1
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