Des ſechſten Theils eilfftes Capitel,
9. 3. Sind die Geiſſeln uͤbergeben wor⸗-den, ſo muß der Theil, ſo ſie ausgeliefert,dasjenige, was er den Feinde verſprochen,punctuel halten, damit die Geiſſeln in ihrevorige Freyheit wiederum verſetzt wer-den. Wollte aber der Feind unter der Be-drohung, daß er ſie auf das aͤrgſie tracti-ren, oder ſie gar um das Leben bringenwolte, uͤber den verabredeten Accordhoͤchſt unbillige und enorme Anforderun-gen einer Stadt anmuthen, ſo muß ſie dieallgemeine Wohlfarth der Stadt dem Le-ben und Heyl einiger Privat Perſohnen
vorziehen, und die Geißeln muͤſſen hernachdieſes Ungluͤck mit Gedult und Gelaſſen.heit ertragen. Übrigens muß ſie auch 878
den Geißeln allen Schaden erſetzen, unihnen dasjenige, was ſie etwan aus ihreneigenen Mittelen hergeſchoſſen, und demFeind entrichtet, wieder gut thun.F. 4. Gleichwie die mik dem Feinde ge-troffene Vertrage in allen Stuͤcken, ſoviel moglich zu halten ſind, alſo muß das jenige Theil, ſo die Geißeln gegeben, ſie aufkeinerley Weiſe wieder loß machen, nochſie, wenn ſie durch die Flucht entkommen,wieder annehmen, biß dasjenige, um weswillen ſie gegeben, erfuͤllet und zur Rich-tigkeit gedyen. Ein anders iſts, wennein Feind einige mit Gewalt mit ſich ge-ſchlept. a e9. Derjenige ſo die Geißeln bekommen,hat die Befugniß, ſie ſo lange in Verwahr-ſam zu behalten, biß der andere Theil, mitdem er ſich verglichen, prxltanda præſtirt;iedoch muß dieſes kein Gefaͤngniß ſeyn,ſondern nur ein leidlicher und ertraͤgli-cher Arreſt. So bald nun dem Feinde Sa-tisfaction erhalten, ſo bald iſt er auch ver-bunden, die empfangenen Geiſſeln wiederauszuantworten, und ſie in ihre vorigeFreyheit zu verſetzen. Wolte aber einFeind die Geiſſeln um das Leben bringen,wenn eine Stadt oder anderebaciscentenſich weigerten, das einmahl verſprochenezu halten, ſo waͤre dieſes wohl allzuhartund grauſam ſintemahl weder die lnten-
ion der Geißeln, noch der Stadt dahin ge-
gangen, daß ſie ihr Leben verlieren ſolten.Es kan der Feind eher ſeine Wuth, gegendie ſchuldige Stadt auslaſſen, die ihnhintergangen, und ihr Verſprechen nichthalten wollen, als gegen die unſchuldigenGeißeln, die nichts davor koͤnnen. Es wareine ſehr vernuͤnfftige Rede, die ſich Scipiobey den Livio in XVIII. Buch vernehmenließ, er wolte nicht wieder die unſchuldigen
Lager einer Armee
fen, Waſſern, Moraͤſten und Waeinen Riß oder Land⸗ Charte beinwohl recognoſeixen und obler vit 1Wann dieſes geſchehen, wird ein ied
Schritt breit.
Creutz aufgerichtet, das Gewe
Geißeln wuͤten, ſondern wieder duc 1die ihn beleidiget, und von ihm abgefallk
Das eilſſte Capikel.
Bon demeiner Feſtung inſonderheirund einigen andern dahin ge-
Nr General Juartiermeiſte enW eneu muß eruſtſch Fire genes tion und Gelegenheit um eine 33ſtung um und um mit alen adeningen
6 v0!. irten
den Regimentern in ſeinen act ee
Platz und Distance logiret; Sind 0 dgin der Naͤhe, pflegt man die Cavallen 1hin zu legen. Die lafanterie aber blel
Felde ſtehen. Bey einen Feld⸗ Lager e fman drey Dinge in Sheen nehme
Fourage, Waſſer und Gehoͤl e,damikdegleichen in der Naͤhe 119 1 bekommeſey, fonſt kan ein Lager nicht beſtehen.9. 2. Die Eintheilung für eine Conggnie zu Fuß wird ordinairement gelt 130. Ruthen, oder 150. biß 160 Sch,die Lange, oder 16. Schritt in der Bigdavon kommen 16. Nuthen oderSchritt vor die Länge der aradar he,Zelter, welche in zwey Reihen besteheworinnen der Lieutenant, Enſeigne;geante, Führer, Muſterſchreiber,&rals und Soldaten zu ſtehen keZwiſchen den zwey Reyhen bloed eCompagnie- Gaſſe von 16. Ruthen 05 hel
b Die andern 14.,9 5 bleiben vor 55 15 10Zelt, Bagage, Platz, Waͤgen, N. elJeug⸗ Pferde, 1 die denGaſſen und Marquetender.& ie amKupffer⸗Riß No. l. 1 dalth,*. 3. Vor der kronte oder Sue 1 1Huͤtten werden zwey runde 5 in demacht, 16. Schuh oder 8. E chez 0Diſtance, in der Mitten des Erk endewird eine Pyramide mit eine
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