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O Muse/ halte eiN/wer diese Helden will/
Wie sichs gebührt/ erheb'N/ der muß MmervemfätiHierzuerborgethab'n. Da muß der Neäar fljesseu/
Wann du die Nahmen willt in reinen Marmor giessen.
So stehet demnach still mein schwach entkräffter Kiel/
Weil er gebührend nicht erreichen kan sein Ziel.
Du aber/ GROSSER MANN / wirst meine Fehler decken/
Und meinen matten Geist/ mit Deiner Huld bestecken.
Dis setz ich noch zum Schluß: Kommt nun der Todes-Stand,
Aüwo DEIN blasser Leib mit kühlen Grabes-SandBedecket werden soll/ so wird dennoch in Sachsen
Dein ächt und wahrer Ruhm ä »«#»■
Dieses sollte und wolle mit geringer Federenttverssen, und dem HochgebohrnenAucoriin Unterthanigkelt übergeben
Lhristian Siegmund Georg«/
Philos. Doctor.
Ad
Geiieroliflisnum Nobiliffimumque,Dorninum Autorem.
8 Uf! meine Muse auf! ich muß anjetzo schreiben/Weil mich ein hoher Fleiß darzu encouraghtSo kanstu länger nicht in deiner Ruhe bleiben/Diedu bißhero hast bey müßger Zeit gespührt.Auflauf! ermuntre dich! und fang bald an zu dichten/Es sollte billich schon ein Lärmen fertig seyn/
Und ich weiß selber nicht/ wieich das soll einrichten/
Die Federist zu schwach/Mir fällt gar wenig ein;
Ich bin tm Cicero, dem so die Worte fliesseN/
Daß ihm ein grosser Ruhm/ biß an die Sonne trägt.
Wann seine Reden sich/ als wie ein Fluß ergiessen,
Darinnen jedes Wort/ was nettes in sich hegt.
Doch weil ein hoher Fleiß / und Schuldigkeit antreibet/
So ist mein schwacher Kiel gar willig und bereit.
Daß er vor diesesmahl/ wiewohl mit Zittern schreibet /
Und mit der grösten Furcht die schlechten Zeilen streut.
Wohlan