Buch 
Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
Entstehung
Seite
806
JPEG-Download
 

8o6__ m )o( m ___ ~

O Muse/ halte eiN/wer diese Helden will/

Wie sichs gebührt/ erheb'N/ der muß MmervemfätiHierzuerborgethab'n. Da muß der Neäar fljesseu/

Wann du die Nahmen willt in reinen Marmor giessen.

So stehet demnach still mein schwach entkräffter Kiel/

Weil er gebührend nicht erreichen kan sein Ziel.

Du aber/ GROSSER MANN / wirst meine Fehler decken/

Und meinen matten Geist/ mit Deiner Huld bestecken.

Dis setz ich noch zum Schluß: Kommt nun der Todes-Stand,

Aüwo DEIN blasser Leib mit kühlen Grabes-SandBedecket werden soll/ so wird dennoch in Sachsen

Dein ächt und wahrer Ruhm ä »«#»

Dieses sollte und wolle mit geringer Federenttverssen, und dem HochgebohrnenAucoriin Unterthanigkelt übergeben

Lhristian Siegmund Georg«/

Philos. Doctor.

Ad

Geiieroliflisnum Nobiliffimumque,Dorninum Autorem.

8 Uf! meine Muse auf! ich muß anjetzo schreiben/Weil mich ein hoher Fleiß darzu encouraghtSo kanstu länger nicht in deiner Ruhe bleiben/Diedu bißhero hast bey müßger Zeit gespührt.Auflauf! ermuntre dich! und fang bald an zu dichten/Es sollte billich schon ein Lärmen fertig seyn/

Und ich weiß selber nicht/ wieich das soll einrichten/

Die Federist zu schwach/Mir fällt gar wenig ein;

Ich bin tm Cicero, dem so die Worte fliesseN/

Daß ihm ein grosser Ruhm/ biß an die Sonne trägt.

Wann seine Reden sich/ als wie ein Fluß ergiessen,

Darinnen jedes Wort/ was nettes in sich hegt.

Doch weil ein hoher Fleiß / und Schuldigkeit antreibet/

So ist mein schwacher Kiel gar willig und bereit.

Daß er vor diesesmahl/ wiewohl mit Zittern schreibet /

Und mit der grösten Furcht die schlechten Zeilen streut.

Wohlan