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Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
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55 .

Posidonius erweiterte daS Stoische System derAstronomie. Er hiclr die Sterne für geistige, feurige,und strahlende Körper, welche M beständig im Kreisefortdreheteii; die Milchstraft sey ein dichtes Feuer, dasdie Fugen der Sphäre verbände, und einmal die Weltzerstören würde. Der Diameter der Sonne faßte denDurchschnitt der Erde 3 Millionenmal, von der Erdebis zu den Wolken rechnet er 5000 Schritt, von diesenzum Monde 25020000. Die Entfernung des Mon-des von der Sonne gab er auf 500 Millionen Stadienan, ohne welche die Erde ' von der daher siröhmendenGluth versengt werden würde. DerE^Erdmcridianbegriffe 30 Millionen Schritte. Er hielt das Climaunter der Zona torrida für gemäßigt, weil sich die Sonnenur zu gewissen Zeiten über derselben ausfielt. Vonseinen Schriften handelt Laertius im Leben des Zenoim VII. B.S. 522u.f.wie auch ^ausius cis scriptor,histor. philosoph. II. S» 200.

56.

Eleaticker.

Diese Sekte zu Elea verdunkelte die Astronomie,und schuf nach dem Zeugnisse des PlUkU'chö(de placlt»philos. Libll. c. 13. 20. 24.) zum Theil ganz sonder«bare Lehren. Sonne und Mond hielt sie für dichteFeuerwolken ; dieser wäre ein bewohnter Weltcvrper fürsich, und hätte keinen Einfluß auf die Erde, welche1 8 mal kleiner, als er sey. Es gäbe unzählige Welten,

C a mehrere