Einleitung.
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vorn Schihoangti zum Schuh'gegen die benachbarten Nomadenstäm-me erbauet wurde, macht die Gränze gegen N., wird aber jetzt, da erkeinen Zweck mebr hat, nicht unterhalten und zerfällt daher. Chinaist das östliche Vorland von Hochasien. Von drei Seiten von hohenGebirgen umschlossen besteht eS in dem mittleren östlichen Theile anSeinem großen Tieflandc von den beiden Hanptströmen des Landesdurchflosscn und wahrscheinlich, wie so viele andere Flachländer an undzwischen den Mündungen großer Ströme, durch Anschwemmung gebil-det, da sowohl der Flußschlamm, als die durch die herrschenden Passat-winde gegen die Küste getriebenen Meereswellen, den Anwachs desLandes hier sehr befördern mußten; ein Land ohne alle Erhebung, vollstehender Gewässer, Sümpfe, Lagunen, größtentheils der fruchtbarsteMarschboden von zahllosen Kanälen auf eine Strecke von mehr als120 M. weit durchschnitten, die wahre Kornkammer deS Reiches, einAsiatisches Holland, nur mit großer Anstrengung gegen Überschwem-mungen geschützt. In Süden, Norden und Westen dieses Tieflandeserheben sich Gebirge, meistentheils steil aus der Ebene aufsteigend, dieStufen zum großen Hochlande, selbst im Sommer mit Schnee bedeckt,und mit allen Erscheinungen der Alpenländer, aber sehr unbekannt undnicht weniger unzugänglich, die beste Schutzwehr des Landes, da nurwenig steile Pässe zu ihnen hinan führen. Zwei gewaltige Flüsse fol-gen der Abdachung des Bodens; nördlich der Hoangho, 430 M.lang, tief aus dem Hochlande herkommend und in den Busen vonPetschcli mündend, südlicher der Ja ntse klang, größer als alle Strö-me der Erde mit Ausnahme des Maranhon. Er steht mit zwei be-deutenden Landscen dem T o ngtinghu und Poyanghu (—120u»d60 Q. M.) in Verbindung; hat zwar im Gebirge viele Wasserfälle undStromschnellen, fließt aber im Flachlande viel ruhiger fort als derHoangho; schon 100 M. vor seiner Mündung ist er z M. breit. Außerdiesen beiden Strömen und ihren zahlreichen Nebenflüssen bemerkenwir noch die Küstenflüsse Peiho und Enho in N. und den Tu hoin S. Das Küstenmeer ist voll Untiefen, Sandbänke und Inseln,die sich stets vergrößern, daher gefährlich für die Schifffahrt und wenigbenutzt. Ersatz giebt die durch die zahllosen Kanäle des Flachlandesso sehr erleichterte Verbindung im Innern (Landstraßen giebt es garnicht, daher die Schwierigkeit des Verkehrs im Gebirge). Vor Allemnennen wir hier den Kaiserkanal, den größten der Erde, der120M.weil die beiden Hauptstromgebicte des Landes durchschneidet, 200 bis10l>0F. weit ist, theils in künstlichem Bette und auf Dämmen durchSem und Moräste fortgeführt, theils auf Brücken über andere Flüssegeleite:, mit zahllosen Brücken und Schleusen, in einem Lande, woStadt an Stadt und Dorf an Dorf gedrängt ist, mit einer ungeheurenWerölkernng, so daß Hundcrttausendc auf Schiffen und Flößen lebenund dadurch ein Leben auf den Gewässern hervorbringen, wie es keinaudires Land auszuweisen hat, besonders da daß Rordlaud und dienngchmre Hauptstadt durch sie von S. her mit Lebensrnitteln versorgtwetten. Das Klima des Landes stimmt nicht ganz zu seiner Lage.Im niedlichen Theile ist nicht einmal Südcuropäische Milde, überhaupt