Chinesisches Reich. Tibet. Hochasicn.
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Iplätzen Besatzung hält, und wird seit 1624 stets aus dem Stammewer Si fanen (in SO. Hochasien) gewählt. Ehemals verwaltetenWicekö'nige das Land, seit der Mitte des vorigen Jahrh, stehen zwei«Chinesische Generäle neben dem Dalai Lama an der Spitze der Ber-nvaltung. Außer letztem giebt es noch einen Bogdo Lama, derccbenfalls göttliche Ehre genießt. Man zählt 3000 Tempel und Klö-sster und 84,000 Priester. Merkwürdig ist die Übereinstimmung derEamaischen Religion mit der katholischen, nicht allein in äußeren Ge-lvrcrnchen, sondern auch in manchen Dogmen.
1) Gebier des Dalai Lama, der nördliche und westliche Theil desLandes, mit der Hauptst. Hlassa oder Baranrola, am Wui Tsiu, eigent-lich ein Dorf, aber von einer Menge großer und prachtvoller Tempel um-egebcn, die häufig von Wallfahrern besucht werden. Wichtiger Handel.In der Nahe der Stadt ist der Berg Borala mit drei Gipfeln, auf de-ren einem der Pallas: des Dalai Lama, Pobrang Marbo, steht, eineZahl von Gebäuden, deren größtes 367 Chinesische §. hoch ist, die vergol-dete Dächer und io,ooa Zimmer haben. Der zweite Gipfel trägt zweigiroße Klöster, Seminare für junge Lamas. Die Zahl der Priester in al-len Tempeln beläuft sich auf 50vo. Im Umkreise des Haupttempels istein Lusthaus des Dalai Lama, welches er in der heißen IahrSzcit bewohnt.In Rleintibet, dem westlichste» Theile, mit sehr rauhem Klima, zwischenHindukusch und Mustag, welche die Hochebene panier einschließen, undrvo dicQuellfiüsse des Sind entspringen, ist dieHauptstadtLeh oder Labak,am Sind. — Sarro, Gartop. Hier ist Hauptwollmarkt und in derNähe wird die feinste Wolle gewonnen.
2) Gebiet des Bogdo Lama, südwestlich vom vorigen mit der Haupt-stadt Tischulumbu oder Djaschi Hlumbo, nicht weit von der großen StadtIigacsa, Sitz des Bogdo oder Tischu Lama. Im See Dschandro liegtdie Insel palre, auf welcher ein weiblicher Groß Lama residirt.
3) Die Provinz Butan in S. des Himallch, welcher hier Rimolaheißt, durch eine 7vovF. hohe Bergkette von Bengalen und Ascham ge-trennt. Am Südabhange des Gebirges, in O. entspringen die Qucllflüsscdes Bramapurra. Butan steht unter besonderer Regierung des DharmaLama, für den aber der Daeb Radscha die weltlichen Angelegenheiten be-sorgt. Die Dalai- und Bogdo Lama werden als Oberherren anerkannt.Tassisudon ist Residenz.
H o ch a s i e n.
Das Asiatische Hochland, wenigstens 100,000 Q.M. groß, dehntsich von den Gränzen Chinas bis zur Tatarci (eine Strecke von 300 M.)aus und seine Breite zwischen Sibirien und den Tibetanischen Gebirgenbeträgt an manchen Stellen 200 M. Es ist ein bis auf einige allge-meine Nachrichten ganz unbekanntes Land, noch von wenig Europäernbetreten. Nur von den Gränzgebirgen weiß man Einiges mit größererGewißheit. In N. ist der Altai, dessen höchster Gipfel Jyikt
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