Band 
Zweiter Theil.
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Asien.

(GotteSberg) oder Alastau (kahler Berg), über 10,000 F. hoch, imRussischen Gebiete liegt, und der i»W. das Song arische Gebirge,in O. den Changai und Chingan (Kiugkhan) als Fortsetzungenhat. Den Westrand nach dem Tatarischen Ticflande zu bilden derAlatag und Belur- oder Bolortag; am Ostrande ist das Chi-nesische gänzlich unbekannte Hochgebirge, in S. die Tibetanischen Rie-sengebirge, namentlich derKüenlün. Hohe schneebedecktcBergketten, derAltai, Thianschan (Mussur, Mustag, Mussart und Bok-ba- oder Bogdo Oola> und Küenlü» durchziehen das Innereund verbreiten sich in zahlreichen Zweigen. Unbestritten ist das Daseinthätiger sowohl als ausgebrannter Bulk ane im NW. Theile; dahingehört der Pe schau oder Aghie etwa unter 42^° N., zwischen denStädten Korgos am Jli und Kutscheh, reich an Lava, Schwefel undSalmiak, 135M. vom Aral See, über 200M. von jeder Meeresküsteentfernt. Westlich von ihm ist der ganze N. Abhang des Thianschanvulkanisch; dort ist die Solfatara vom Urumtschi und der 10 M.lange vulkanische See Temnrtu (auch Tuskul und Janhai ge-nannt). Südöstlich davon an der S. Seite des Gebirgs ist der Vul-kan von Turfaii oder Hotscheu (d. h. Feuerstadt). Etwa 80M.in RW. von Urumtsi am Fusse Chobok liegt ebenfalls ein vulka-nischer Berg. Erdbeben sind hier nicht ungewöhnlich. Der SW.Theil (Turfan) bildet eine vom Mnstag und Küenlün umschlosseneweit tiefere Ebene, das Gebiet des Jarkand, das deshalb auch durchäußerst milde Luft vor dem östlichen Hochlande sich auszeichnet. Indem Hochlande entspringen der Jrtisch, Ob, Jenisei, Amur,Hoangho und Iantse klang mit vielen ihrer Nebenflüsse. VieleFlüsse des Innern durchbrechen aber den Gebirgsrand nicht, sondernfließen in Steppenseen, deren Zahl sehr groß ist und unter denen derBalkaschi und Saissan in NW., der Dalai in NO., der Kokoin SO., der Lop im Innern die bedeutendsten sind. Die meistenderselben sind reich an Salz. Der Boden ist schlecht bewässert unddaher meistentheils dürre Steppe; besonders berüchtigt ist der unterden Namen Kobi oder Schamo bekannte Theil. Diese Wüste er-streckt sich in verschiedenen Armen fast durch das ganze Hochland; inNO ist sie nur 30 bis 50, weiter gegen SW. aber über 200 M.breit; sie beginnt in Westen schon am Flusse Jarkand, in ihrer ganzenAusdehnung aber am Lop See, wie in S. am Koko See. Auch hier,wie in fast allen Steppenländern, ist der Reichthum an Salz zu be-merken, von dem der Boden und daher fast jedes Gewässer durchdrun-gen ist. In O. sind weite Strecken, die der abschreckendste Theil desganzen Hochlandes zu sein scheinen (wahrscheinlich 8 bis 10,000 F.hoch), mit groben Sande und Kiesel (unter denen viele Karneole,Chalzedone u. a. Edelsteine) bedeckt, ohne alle Bäume, mit wenigemGesträuche, ohne Gras, von nackten Felsen durchzogen, zehn Monateim Jahre mit Schnee bedeckt, ohne Quellen, nur mit künstlichen,meistentheils salzigen Brunnen versehn; furchtbare Stürme Hause»dort, besonders am Lop See. Zwanzig und mehr Tage müssen dieKarawanen in diesen grauenvollen Wüsten oft zubringe». Das West-