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Asien.
Nur eine bekannte Karawanenstraße verbindet China mit Sibirien,die Straße von Peking nach Kjächta. Die älteste Sage spricht vonden rohen Horden der Hiongnn (Hunnen?) und Tnkue (Türken?);im X. Jahrh, erscheinen die Kitanen, im XII. die Niutschen alsHerrn deSHochlandes, denen bald DsingisKhan (j 1227) mit sei-nen Mongolen folgt, die er,' wie späterhin Tamerlan <ffI404),als Eroberer in entfernte Lander führte. Seit dem XVII. Jahrh, hatder Stamm der M an t sch u die Herrschaft erworben und durch Verbin-dung des Hochlandes mit dem östlichen Tieflande das ungeheure Chi-nesische Reich gegründet. Noch finden sich hier Reste von Völkern, de-ren Vorfahren einst von späteren Eroberern vom Hochlande vertriebenwurden, in den nördliche» Gebirgen und in der Songarei, Samoje-dische und Tatarische Stämme; auch die Finnen und ihreStammverwandte, die Madjaren (die alten Uiguren oder Ju-grier) und Wogulen kamen vom NW. Hochlande. Merkwürdigerals alle diese sind die Tsehn den, ein aus der Geschichte ganz ver-schwundenes Volk, dessen Gräber man im Nordgebirgsrande, besondersam Saissan, Jrtisch und Jenisei in Unzahl findet, erfahren im Berg-bau und Metallarbeite». In den Städten der sogenannten kleinenVucharei wohnen viele Muhamedanische Tataren und Bncharen,aber die E. aller übrigen Gegenden find Mongolischen Stammes, inzwei Hauptzweigen, in O. eigentliche Mongolen, welche sich wiederin Kalkas Mongolen in N., und Scharra Mongolen inS.theilen, und Ölöten oder Kalmükken, welche in Ehoschoten(Sifanen) am Koko See, Songaren oder Dsungaren zwischenSaisan und Balkasch, Dürbeten und Törgöten zerfallen. Aus-gezeichnet sind die Kalmükken durch Schärfe deS Gesichts, Geruchs undGehörs, aber auch die häßlichsten und rohesten aller Mongolen. Imganzen ungeheuren Lande trifft man nur wenig Städte, denn fastalle E. sind Nomaden, welche Städte wie Gefängnisse hassen unddaher mit ihren Heerden von einem Weideplätze zum andern ziehen.Einige wohnen im Winter in Städten. Zelte von Filz, die sie aufKarren tranSportiren, sind ihre Wohnungen, Wogen und Pfeile, sel-tener Flinten, ihre Waffen, Schafpelze ihre Kleidung, Milch ist ihrHauptuahrungsmittel, Thee allgemein beliebt. Außer der Sorge fürdas Vieh, ist auch Jagd Beschäftigung. DerKunstfleiß beschränkt sichauf Leder- und Filzmachcn und Verfertigung des nothwendigen Gerä-thes, worin sich allerdings Kunst zeigt. Wissenschaftliche Bildung istwenig zu spüren; jedoch hat man Bücher und Schreibekunst. Alle E.sind Verehrer des Dalai Lama und haben eine Menge Priester.Die beiden Hauptnationcn zerfallen in Horden (Ulus), die unterErbfürsten (Taidschis) stehen und den König von China als Ober-herrn anerkennen. Es giebt einen Adel (Saisans). Nach den neue-sten Nachrichten ist die ganze Mongolei in 26 Fürstenthümer (Aim aks)getheilt, iu denen Chane und Chinesische Oberbeamte die Herrschaftführen.
Urga, Stadt, unweit der Selenga im Lande der Kalkas Mongolen,