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Asien.
fuhren. In S. erhebt sich das Persische Hochland Khorasan und dasAfganische Kabnlistan, die durch den Hindukusch mit Hochasien in Ver-bindung stehen. Das Bergland verflacht sich gegen W. und N. zumTatarischen Tieflande zu völliger Steppenebene. Diese Fläche reichtbis zum Kaspischen See und besteht aus dürrem Sandboden, der aber,besonders in der westlichen Hälfte, unter der Oberfläche in geringerTiefe sehr wasserreich ist, weil der lockere Sand den Flüssen einen gro-ßen Theil ihres Wassers entzieht. Sehr leicht lassen sich daher in die-ser Steppe Brunnen graben und Kanäle ziehen, durch welche dieWüste (denn auch hier zeigen sich Wasser und Wärme als die Haupt-bedingung des Pflanzenlebens) schnell in fruchtbare Fluren nmgeschaf-fen wird. Daher der Reichthum solcher durch Natur oder Kunst be-wässerter Gegenden, die gleich den Afrikanischen Oasen, ringsum vornSandmeere oder dürren Thonboden oder kahlen Fclseuhügelreihen um-geben sind; daher die hier so häufige Erscheinung, daß Flüsse nach undnach ihr Wasser verlieren. Sümpfe und Lagunen bilden und von ihrerursprünglichen Mündung ganz zurückweichen, besonders da der Flugsandso leicht den Lauf hemmt. Im Belur sind die Quellflüsse des Amuoder Dschihun, der von da an, wo er die Gebirge verläßt, so wenigFall hat, daß er nur langsam fortschleicht. Er erreichte ehemals denKaspischen See, seit etwa 100 Jahren aber mündet er im AralSee;deutlich sieht man noch die Spure» des alten Bettes, jetzt eine mitSchilf bewachsene, zum Theil mit Flugsand bedeckte Niederung. Nörd-licher im Hochlande, durch den Mussart und Karatag vom Gebiete desDalkaschiSees getrennt,entspringt der Sir oder Sihun, der ebenfallsdem Aral See zufließt. Nicht weit von ihm, südlicher, hat noch derKisil oder Udsjan seine Mündung. Nördlich vom Ar sind dieEbenen von Kaptschak mit den großen Steppeuflüssen Zui, Sa-ra su u. a., die am Ende Steppenseen bilden. In S. des Amn istder Marghab und der Herirud, die vom südlichen Hochlande herabgegen NW. fließe» und wahrscheinlich durch den Tedschen in denKaspischen See fließen. Der Kaspische See, 160 M. lang, imDurchschnitt 30 M. breit, — 8600 Q.M., hat in S. und W. sehrsteile Gebirge, in N. und O. meistentheils ganz flache Ufer. Sümpfebedecken 7 bis 14 M. weit die ganze Ostküste, so daß man nur imWinter, wenn Alles gefroren ist, sich dem See nähern kann. Zahl-reiche sich immer vergrößernde Inseln, bedecken seine O. Ufer; die inW. sind vulkanisch. Er ist sehr fischreich, enthält Seehunde, ist etwasgesalzen, besonders in S sehr tief, oft stürmisch, ohne Abfluß, unddoch bemerkt man ein beständiges Abnehme» seiner Wassermasse, wel-ches sich vielleicht durch die starke Verdunstung der östlichen weitenSumpfebcnen und das Einsangen der nahen dürren Sandwüsten hin-reichend erklärt. Aus älteren Nachrichten sowohl, als aus der Beschaf-fenheit seiner Umgebung muß man schließen, daß er einst viel ausge-dehnter war (jetzt steht sein Wasserspiegel um 300 F. tiefer, als derdes Schwarzen Meeres) und namentlich mit dem jetzt 25 bis 30 M.von ihm entfernten Aral See zwischen 41 und 43° N., wo eine nie-drige Steppe sich ausdehnt, in Verbindung gestanden hake, von dem