Band 
Zweiter Theil.
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Tatarci.

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rr jeht durch eine bis 700 F. hohe Hochebene, die meist aus porö-sem Mergel mit Sand, Lehm, Sümpfen und Salzseen bedeckt beste-hem, getrennt ist. Seine Hauptrichtung ist von SO. nach NW., einbedeutender Arm wendet sich gegen NO., wo die tiefe Wertwoi Baiin N. der felsenreichen Halbinsel Mangischlak. In SO. ist dieBalkan Bai, die noch 1723 den Amu aufnahm. Der Aral See,acht Tagereisen (35 bis 40 M.) laug, 2 Tagereisen breit, hat in N.„ind W. ein klippenreiches, übrigens flaches Ufer, ist voll Inseln, et-wms gesalzen, enthält dieselben Fische, auch Seehunde und Schild-kröten, wie der Kaspischc See, liegt aber etwa 50 F. tiefer als die-ser und nimmt die drei Hauptflüsse des Landes in zahlreichen Annenamf. Seine östlichen Umgebungen sind ganz wie die des KaspischenS>ees, was sich wie bei jenem aus der durch den vorherrschenden Ost-wlnd herbeigeführten Sand erklärt. Das große Delta des Sir-,Kuman- und Jan Darja, besteht aus Nohrfeldern, Morästen undSandwüsten und erstreckt sich 70 M. weit inS Land. Die eigentlicheSteppe und Wüste ist ohne Quellen (jedoch findet man im Sandbo-dem, der auf Kalkstein ruhet, in geringer Tiefe gewöhnlich trinkbaresWasser, nicht aber im Lehmboden), hat wenig Gesträuch, noch weni-ger Bäume, nur zur Regenzeit im Frühling etwas Gras, ernährt aberErdcchsen, Chamäleons, Schildkröten, Geier, Spechte und viele andereWöget, in deni NW. Hügellande wilde Pferde und Esel, Antilopen,Wölfe und eine große Tigerart. Die gewöhnlichen Hansthiere, Pferde,zum Theil sehr schöner Art, wie die Truchmenischen Argamaks, schlechteRinder, Esel, Schafe, auch die durch den Fettschwanz bekannte Art,werden in Menge gezogen; Kamele findet man ebenfalls. Die frucht-baren Gegenden sind reich an Baumwolle, Taback, Getreide, Obst,Weintrauben, Südfrüchten; geschäht sind vorzüglich die Granaten undMandeln i» Fergana, vor allen aber ist hier Überfluß an Melonenund Gurken. Die Gebirge liefern edle Metalle, Kupfer, Eisen, Blei(wahrscheinlich auch Zinn), Rubine (jedoch nur eine hellrothe Art,Balas genannt), Türkise und Lasursteine, deren Hauptfundort dieProvinz Badakstban im oberen Amu ist, Bergkristall, Salmiak, wel-cher aus natürlichem Salmiakgas gewonnen wird, und Nafta; in denEbenen finden sich auch Steinkohlen und Steinsalz. Salz enthaltenfast alle Steppengewässer. Die Tatarei (ein Name den man im Landeselbst nicht kennt; bei den Persern heißt die Gegend im N. des AmuMawaralnahr oder Turan) ist das Stammland zahlreicher Ta-tarenvölker, ursprünglich Kaukasischen Stammes, aber mehr oderweniger mit Mongolen vermischt, so daß ihre Sprache zwar Tatarischund Persisch ist, die Gestalt aber bei einigen viel Mongolisches hat.Die E. theilen sich in zwei Hanptklassen: n) die ältesten Bewohnerdes Landes, Tadschiks, mit völlig Europäischer Körperbildung, aberPersischer Sprache. Es ist der unter dem Namen Bucharen bekannteTheil des WolkS, die gebildetste Klasse der E., fast dnrchgehends deöLesens und Schreibens kundig, sämmtlich Stadtcbcwohncr, äußerst thä-tig, aber voll sklavischen Sinnes, habsüchtig, freundlich und falsch,Ackerbauer, Handwerker und Kaufleute, ü) Die Eroberer deö Landes