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Asien.
seit dem XV. Jahrh., die Usbeken, ans den NW. Steppen vomUral herstammend, Krieger, zum Theil Halbnvmaden, die auch wohlHandel treiben. Außer diesen leben hier Tnrkmanen oder Leuch-tn c neu, Nomaden in der südlichen und westliche» Steppe, mit starkMogolischen Zügen (dennoch Stammverwandte der Türken), unter ei-genen Wegs; Araber, Nachkommen Arabischer Eroberer früherer Zeit,Perser (sehr viele Sklaven, die von den Turkmanen geraubt sind»,Kalmükken, Kirgisen (Flüchtlinge der kleinen und mittlerenHorde), Juden, Afganen, Zigeuner, Russen (als Sklaven).In den Thälern des Hindukusch, im sogenannten K afir istan, wohntein Hindustamm, die sogenannten Kafirs, d, h. Ungläubige,denn die übrigen E. des Landes sind alle Sunnitische Muhamedauer.Die Nomaden kennen fast gar kein Handwerk, die Städtebewohnertreiben aber Seiden- und Baumwollweberci mit großem Eifer, berei-ten Leder, vorzüglich schonen Chagrin (in Buchara), gute Stahlarbei-ten, färben und sticken; die Tnrkmanen weben Zeuge aus Wolleund Kamelhaaren (berühmt sind die wasserdichten Regenmäntel) undbereite» Filz aus Ziegenhaaren. Sehr wichtig ist der Handel; großeKarawanen gehen von den Hauptstädten nach allen benachbarten Staa-ten, selbst nach Sibirien und Orenburg; Indische u. a. Produktewerden hier gegen Europäische Waaren ausgeraucht. Sklaven, dievon den Nomaden in Pcrsien und an der Russischen Gränze geraubt werden,sind eine HaupthandelSwaare. Ackerbau wird mit großem Fleiße ge-trieben und meilenweite Strecken in den Umgebungen der Städte wer-de» durch zahllose Kanäle, die oft den Wasservorrath der Flüsse er-schöpfen, in gartenähnliche üppig fruchtbare Fluren umgewandelt;auch die dürreste Wüste wird durch Bewässerung das herrlichste Acker-feld. Die Verheerungen fremder Eroberer haben aber auch durch Ent-völkerung große Strecken wieder zur Wüste gemacht und zahlreicheTrümmer von Städten bezeugen den ehemals weit größeren Anbaudes Landes. Außer den in den Wüsten umherziehenden Nvmadenhor-den giebt eS 3 größere Staaten, die unter Khans stehen, welche an-dere und znm Theil selbst Romadenstämme als Vasallen unter sichhaben; jedoch ändern sich diese Verhältnisse und die Gränzen der Ge-biete sehr oft.
i) Der mächtigste Staat ist Buchara oder Bokhara, die GroßeBucharei oder Usbekistan, der SO. Theil der Tatarci, welcher den Ab-hang der Gebirge dieser Gegend einnimmt und ein fruchtbares Hügelland,aber auch dürre Sandwüsten, in denen Saigas in ganzen Hccrdcn, Wie-sel, Marder und andere kleine Raubthiere, auch viele Schlangen leben,bildet, bewässert vom Amu und dessen Nebenflüssen, so wie vom Ruan-barja (Lohuk, wafkan, Luwau, Zurufschan, Sogb bezeichnen wahr-scheinlich denselben Fluß), welcher letztere sich in den SteppensccDarakulergießt und durch tausend künstliche Kanäle das Land befruchtet. Wal-dung ist nur auf dem Hochgebirge. Sehr mildes Klima; nur im Der-etwas Frost und Schnee. Die Zahl derL., die aus allen oben genanntenStämme» bestehen, belauft sich auf etwa 2zMill., darunter l,2UO,oovNs-