Band 
Zweiter Theil.
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Tatarei.

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bekem, als Beherrscher des Landes, 650,000 Tadschike. Die Verfassungist ganz Orientalisch; ein Khan (seit 1826 Mir Heider), ihm zur Seiteein geheimer Rath (Divan); der oberste Geistliche Razy Ralam, wie derTürkiische Mufti, in großem Ansehn. Die Kriegsmacht besteht aus zahl-reichen Nvmadcnrcutcrn, wenig Infanterie und Artillerie. Der Staatist in 7 Tumans getheilt, welche ihre besonderen Statthalter haben. DieHauptst. ist (Zamarkand am Kuandarja, in einer von unzähligcnKanälcnbewässerten Gegend, mit 50,000 (nach Anderen 150,000)E. Meistcnthcilshölzer ne Häuser; berühmte Scidcnpapierfabrikcn und wichtige hohe Schule.Linst Residenz des Damerlan (fl404). — Buchara an demselben Flusse,westlicher, schlechter gebauct als Camarkand; im X. Jahrh, in höchsterBlüthe, spater durch DschingiS KHan verwüstet. Sie hat r M- im Durch-messer, 24F. hohe Lehmmauern mit Thürmen, enge Straßen, so daß einbelndenes Kamel so eben hindurch kommen kann, und Häuser von Lehmund Backsteinen. Auf einem Hügel ist die Burg des Khans, der hierwvhnr. Kanäle führen frisches Wasser in ausgemauerte Behältnisse. Manwill .360 Moskcen und 285 Schulen (Medresseh) zählen. Ein Dritthcilder Stadt nehmen die Karawanserais ein, von deren MictheMoskecn undSchulen unterhalten werden. Grabmal des Timur. Unter den 70,000(nach Anderen 200,000) E. sind Z Tadschiks und viele Persische Sklaven.Haupthandclöplatz des innern Asiens und Versammlungsort von Kaufleutenfast aller Asiatischen Länder. — Rarchi, wichtiger Handelsplatz an derStraße von Samarkand nach Kabul. — Rarakul, 30,000 L- — Tschar-dschu am Amu. — Urdenzei, kleine Festung. — Tscharagdschi und Ghus-sar ansehnliche Städte; alle übrigenÖrtcr haben nur 3 bis 500Häuser.—Resch in einem reizenden Thale, Geburtsort Tamerlans; wichtiger Paßzum Ecbirgslandc. — Termed, ehemals wichtige Handelsstadt unweit desAmu, liegt größtcntheils in Trümmern. — Zwischen dem Amu und demHochlande von Persicn (Khorasan) liegt die iooM. lange Sandwüste Ra-raem oder Dcschr Rorvar, in O- 2, in W. 14 Tagereisen breit. DieWüste in N. des Amu heißt Snsna und Risil Rum. In derselben woh-nen die Rarnknlpaken (ein Kalmükken Stamm), zum Theil unter Bu-charischer Herrschaft. Ob das Gcbirgsland Dadakschai, zwischen Belurund Al.r mit der durch Rubine berühmten Stadt Fcißabad von Bucharaabhängig ist, weiß man nicht. Südlich davon ist das Ländchen Rafiristanim Hindukusch. — Seit einigen Jahren sind die sonst Persischen StädteMcrwe und Sernkhs erobert.

2) Der Srnat Rhokan, nordöstlich vom vorigen, am mittleren Sir,der hier mit zahlreichen Nebenflüssen aus dem Rara- und Alnrag her-vorbricht. In O. ist hohes Gcbirgsland, der Aufgang zum ChinesischenHochasicn und der Ansang des Mussarr. Einige Gipfel des Alatag sindstets mit Schnee bedeckt; einer der höchsten Gipfel der Tukc Sulcimanin S. Der Sir macht die westliche Gränze dieses Staates, der keineigentliches Flachland zu enthalten scheint. Die E. sind theils ansässige