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Asien.
mehre Meilen breit und von nackten, schauerlichen Gebirge» umschlos-sen ist, in einer Einöde, die durch Arabische Räuberhorden noch abschre-ckender gemacht wird; jedoch sind einige Strecken der östlichen 1 bis5 M. breiten Ebene fruchtbar und von etwa 300 Familien bewohnt,welche Durra, Indigo und Taback bauen. Zahlreiche Ruinen alterStädte. Das Wasser des SeeS ist stark gesalzen, ohne Fische, jaselbst ohneSchilf am Ufer. In der Umgegend ist Steinsalz (in S.),Schwefel (inN.), auch der Mosesstein d. h. Kalk mit Srdpechdurchzogen und daher brennbar, aber wenig Spuren lebender Wesen.Erdpech, welches aus einem Berge der Ostseite quillt, schwimmt ingroßen Massen auf dem Wasser und macht einen Handelsartikel aus.Schwefeldünste und Rauch sollen bisweilen aus dem See aufsteigen.Bemerkenswerth ist der sogenannte Beirukhonig, ein Saft, dersich auf den Blättern eines Baumes anseht und auf den Boden trö-pfelt, wahrscheinlich das bei Arabien erwähnte Manna. Die Küste desMittelmerres und die Thalgegenden haben sehr warme Luft, rauher istes in der östlichen Hochebene, wo schon kalte Winter herrschen; dasflache Küstenland ist ungesund; es vergrößert sich stets durch den vomMeere ausgeworfenen Sand, daher bedeutende Entfernung der Restealter Seestädte von dem jetzigen Ufer und Versandung aller Häfen.Wo nur nickt Wasser fehlt ist allethalben Fruchtbarkeit des Bodens,und am W. Abhänge des Libanon sind selbst die Berge terrassenförmigund mit großem Fleiße bebauet, aber die Hochebenen sind meist dürreund die fruchtbarsten Strecken liegen zum Theil ohne Anbau als völ-lige Wüste. Die Prvdncte sind die der übrigen Türkischen Provinzen,verschieden jedoch nach der Höhe des Bodens, so daß z. B. Süd-früchte und Öl bäume nicht allethalben gedeihe». Hauptgegen-stände der Ausfuhr sind: Baumwolle, Seide, Honig undWachs, Öl, Taback, Salz, Erdpech. Außer Eisen wird keinMetall gewonnen. Waldungen sind nur in R., in den meistenGegenden Holzmangel. Spuren alter Vulkane finden sich nament-lich am Todten Meere; Erdbeben sind noch jetzt nicht selten undgehören, so wie Heuschrecken und Pest, zu den Landplagen. Die E.sind Syrer mit Arabischer Sprache (Syrisch wird nur an wenig Or-ten geredet), Morgenländische Christen von verschiedenen Sekten, Tür-ken, Kurden in NO., Turkmanen in R., letztere drei ganz oderwenigstens im Sommer Nomaden, zum Theil Tribut zahlend, zumTheil ganz frei und durch Räubereien den Handelsverkehr sehr erschwe-rend, Griechen, Armenier, Juden, Zigeuner (Kurpad),Drusen, in den Handelsstädten auch Franken. Sehr zahlreichsind in den östlichen Wüsten die Araber. Diese sind entweder völ-lige Nomaden, ächte Beduinen, die nur im Frühling und Sommersich den cultivirteren Theilen Syriens nähern, oder sie bleiben stetsin der Nähe jener Gegenden. Zu den ersteren gehört der mächtigsteArabische Stamm Syriens, die Aenez e. Sie leben zwischen Hauranund Hit am Enfrat, wo im Winter Wasser in den Niederungen ist,gehen auch wohl jenseit des Enfrat; im Frühling wohnen sie vonAleppo bis über DamaSk hinaus, kaufen dort Weizen und Gerste für