Band 
Zweiter Theil.
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Asien.

maskus Hierher gehört der noch bewohnte Ort Maan, über den dieKa-rawancnstraßc nach Mekka führt. Höchst merkwürdig sind die Ruinen deralten Stadt Perra, 4 Tagereisen von Jericho, mit ihren zahllosen Grä-bern, Denkmälern und Felsenwvhnungcn. Der Zugang zurStadt ist durcheine etwa 4F. breite Schlucht, die von 4 bis 700F. hohen steilen Felsen-wänden eingeschlossen ist. Großes Theater in Felsen gehauen.

7) Die Halbinsel des Berges Sinai, Sikka cl Hedjas d. h. derWeg nach HcdjaS, — 300Q.M. 5 bis 7vooE- Sie wird von den beidenArmen des Arabischen Busens gebildet und besteht aus Thalern zwischenkahlen Fclscnkettcn, in denen die Hitze bis 34° R. steigt. Rauhe Winter-luft auf den Bergen, selbst Eis. Städte giebt es nicht; etwa 4000 Bedui-nen halten sich hier auf. Die Gebirge bewohnen wenig Stcinböcke, Ga-zellen, Bcrgzicgen, Leoparden und andere reißende Thiere, Adler, Reb-hühner und Lauben. Einige bewässerte Thäler sind gut angebauet. Be-merkenswert!) ist die hiesige Tamariske, aus deren Stacheln ein Harzträufelt, welches im Junius Blatter und Boden bedeckt und das Mannader Jsraelitcn liefert (nach Andern ein Product der Blattläuse); sie istnur im wady (Thal) Schcikh. An den Spitzen der beiden Meerbusenliegen die Städte Sue; (in W. Vcrgl. Ägypten) und Akaba (in O.), beideelende Örter, von Ägyptern besetzt, letzteres mit einem Castcll und vonDattclwäldcrn umgeben. In Suez leben nur außer 50 Mann Besatzungeinige Geschäftsführer Ägyptischer Kaufleute und Krämer. Ziemlich leb-hafter Handel mit Indischen Waaren und Kaffee, denn jeden Monat gehteine Karawane von 5 bis 600 Kamelen nach Kairo- Ungesunde Lage derStadt; Quellen sind 1 M- entfernt. Bei der Insel T'-ran im Busen vonAkaba Perlfischcrei. An der W-Küste Bendcr (Hafen) Tor. Nicht weitvon letzterem Orte und 12M. von Sue; der Berg Sinai vdcrMusa d.h.Moses, — 7000F. mit dem 5300F. hoch belesenen Rlostcr, ein l30Schrittlanges Viereck mit hohen Granitmauern und Thürmen, großer Kirche und8 bis lü Höfen, in welchem etwa 20 Mönche (einst 300) leben, welche eineBibliothek haben, aber auch Bäckerei und Brennerei treiben und reizendeGarten besitzen. Beduinen werden hier regelmäßig gespcisct, dürfen abernie das wohl verwahrte Kloster betreten. Ein eigener Stamm, dicDsche-balije, die von Christcnsklavcn abstammen sollen, liefert dem KlvsterTage-löhncr und besorgt die Garten des Klosters in den nahen Thälern- Siebewohnen unter andern das reizende Thal Feien», welches 1-M- weit mitBrunnen, Hütten undDattelpfianzungen bedeckt ist. Der Larharinenbergist 810VF. hoch, beide sind daher 8 bis 9 Monate lang mit Schnee be-deckt. Wahrscheinlich ist der Berg Gm Schommcr 85v»F. hoch. Nörd-licher ist der Horeb mit dem verlassenen Kloster des heil. Elias; auf demGipfel (Scrbal — 6400F.) ist eine fast ganz zerstörtcKirche und eine ärm-liche Moskce, wohin die Araber wallfahrten und Opfer bringen.— Ncghcleein Castcll zwischen Suez und Akaba, mit Ägyptischer Besatzung. ZwischenSuez und dem Sinai reiche unbenutzte Kupfcrgrubcn; am Meere Schwe-fel und Erdöl. Korallenkalkfclscn durch Erdbeben gehoben.