Persien.
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Persien, Westiran.
Größe —22,000 Q.M. Persien ist die westliche Halste von Iran,d. h. von dem großen Hochlande, welches sich in O. des Tigris erhebtnmd bis zum Sind in seiner breitesten Ausdehnung über 300 M.weit erstreckt, in S. vom Persischen Meere, in N. vom Kaspischen Seeinnd dem Tatarischen Tieflande begränzt wird und in NW. mit demArmenischen, in NO. mit dem Mongolisch Tibetanischen Hochlande iirBerbindnng steht. Es hat ganz die Natur des hohen Mittelasiens,jedoch bewirkt die südlichere Lage, daß das Klima im Ganzen hier nichtso rauh ist, als dort. Gebirgsketten, die aber die Höhe von 12,000 F.nicht zn überschreiten scheinen, umgeben das Land von allen Seiten;mehre Ketten hinter einander bilden gewöhnlich eben so viele Stufenzum inneren höchsten Theile der Hochfläche, die in einigen Gegendenebenfalls von Gebirgen durchzogen wird. Persien begreift nur diewestliche Hälfte des Ganzen, von der allein hier die Rede sein wird.ES erstreckt sich von den Gränzen der Türkischen Provinzen Irak Arabi,Kurdistan und Armenien 62° Ö. bis zn den Gebieten von' Afghanistanund Bellndschistan etwa 80° O. In N. gränzt eS an das RussischeK-anlasten, den Kaspischen See und das Gebiet von Chiwa und Bu-chara, in S. an das Persische Meer und den Persischen Busen, 26bis 39° N. Es ist durchaus Hochland, nur ein schmaler Rand ziehtsich einige M. breit als Tiefland an der Südküste hin. Die Erhebungder Hochfläche mag sich auf mehr als 4000 F. belaufen, jedoch scheintder östliche Theil sich tiefer zu senken, erhebt sich aber dann in Afgha-nistan zu bedeutenderer Höhe. Der Boden des Hochlandes ist sandigeSteppe, daher bei dem Mangel an Flüssen und Quellen die künstlichenBewässerungsanstalten, Kanäle unter und über der Erde, tiefe Brun-nen, Schöpftäder u. dergl., wodurch in den dürresten Gegenden üppigeFruchtbarkeit hervorgebracht wird; aber freilich sind solche Anstaltendurch Verwüstungen fremder Eroberer und Bürgerkriege häufig zerstörtund ehemals blühende Fluren wieder Wüste geworden. Mit Salz istder Boden aller Hochsteppen durchzogen, daher viele Salzseen undSalzsümpfe. Die Luft in derselben ist rauh, zwar der Sommer drü-ckend heiß, aber der Winter kalt und schneereich; furchtbare Stürmetoben dabei und häufen Schnee und Sand zn ganzen Hügeln an. Dietieferen Stufengegenden sowohl in S. als in N. baben eine weit mil-dere Lust, sind besser bewässert und haben einen fruchtbaren Boden.Der Rand an der Küste ist flach, sandig, voll Sümpfe, mit heißerungesunder Luft. Das Armenisch Kurdische Gebirge läuft in SO.Ricbtung in verschiedenen Ketten bis zur 6 M. breiten Straße vonOrnlns fort, die den Eingang zum Persischen Meerbusen bildet, undwendet sich dann der Küste parallel gegen O. nach Bellndschistan, woes sich an die Ostgränze des Hochlandes gegen den Sind anschließt.Ein anderer Bergzug, Albnrs oder Elburs, läuft an der S. Küstedes Kaspischen Sees als Gränze gegen das Tatarische Tiefland ebenfallsgegen O. zum Arabanischen Hochlande, wo es sich mit dem Hindnknschverbindet. Die östlichen Theile des Landes sind völlige Wüste, die nur