Band 
Zweiter Theil.
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Asien.

oasenmäßig bewohnt ist. überhaupt mangelt Anbau gar sehr undselbst die Hauptstädte sind in einiger Entfernung von Einöden umge-ben. Nur die nördlichen Gegenden sind waldreich, die Ebenen habenoft meilenweit keinen Baum und die S. Gebirge bestehen autz kahlensteilen Felsen, durch welche schwierige Bcrgpässe zum Hochlande hinan-fiihren. Nicht ein großer Fluß ist in Persien. Wom Armenischen Ge-birge herab fließt der Aras, seit 1827 nur Gränzflnß, vom Kurdi-schen Gebirge der Sefidrud oder Kisil Ozen oder Osan, die beidedem Kaspischen See angehören. Zum südlichen Meere fließen meisten-theils unbedeutende Bäche; nur der Zab, der unweit des Schat alArab (dessen Mündungen die Gränze berühren und der den Karunund Karasu oder Kerah aufnimmt) mündet, ist ncnnenswerth. AlleGewässer des Hochlandes sind Steppenflüsse, so der Kerihs in R.,der Scnderud in der Mitte, der Murghab mit dem Herirud,beide ansehnlich, inNO. Wemerkenswerth ist der große Urmia, Orn-niich oder Schahi See, 25M. im Umfange, im NW.Gebirge, mitsalzigem Wasser und Schwefeldünsten, der, wie der Kaspische See, ob-gleich er 14 Flüsse aufnimmt, dennoch abzunehmen scheint. In S.ist der weit kleinere Bakhteghan, der den Beudemir aufnimmt,im Hochlande. Eigenthümlich ist diesem Lande der fast ewig heitereHimmel, die große Trockenheit der Luft, daher Mangel an Thau undRegen in den Hochebenen. Kein Land hat ein gesunderes Klima, frei-lich starke Werscbiedcnheit der Temperatur, denn selbst nach den heißenTagen folgen sebr kühle Nächte. In der sandigen Küste erzeugt sichder Gluthwind Samum oder Hamazan, der auch in den Wüstendes östlichen Innern nicht unbekannt ist. Die Producte deS Landessind der Beschaffenheit deß Bodens und Klimas nach sehr verschieden.Einige Gegenden haben viele Metalle, in anderen ist keine Spur da-von; während an der heißen S. Küste die Palme wächst, reifen imhohen Innern nicht einmal Südfrüchte, die dagegen wieder an demUfer des Kaspischen Sees üppig gedeihen. Die Hauptproducte im All-gemeinen sind Reis, jedoch nicht eben in den höheren Gegenden, Ge-treide, Wein, Baumwolle, Taback, Gallapfel, Zucker,Safran, herrliches Obst und Südfrüchte, köstliche Melonen,mancherlei Arzneipflanzen, ^5» kovtiäa, Mohn zum Opium,Rosen, welche in Farsistan baumartig bis zu einer Hohe von 14 F.hoch wachsen, Gold und Silber in N., Eise», Kupfer uudBlei, Porzellanthon, Marmor, verschiedene Edelsteine, na-mentlich der Türkis, viel Salz in Quellen, Seen und in der Erde,Salmiak, Salpeter, Nafta, darunter die wasserhelle kostbareMum, Schwefel. Ausgezeichnet ist das Persische Pferd und inGebirgen und Steppen hält man große Heerden Europäischer Haus-thiere. unter denen das Schaf mit dem Fettfchwanze, auch Büffel.In Menge wird das Kamel gezogen. Wild ist in Überfluß, aberauch Löwen, Schakals, Panther und Bären finden sich. Derhier wild lebende Esel zeichnet sich durch unglaubliche SchnelligkeitanS. Schlangen, Skorpione, quälende Moskitoarten findensich auch und manche Gegenden werden durch Z u ghe u sch r c ck cn vcr-