Band 
Zweiter Theil.
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Asien.

dauernde Eroberungen schuhen, an der S. Küste Arabische Stämme.Noch halten sich in verschiedenen Gegenden sogenannte JohanniSChristen oder Sabäer auf. — Persien ist noch immer dasselbe Reich,welches schon vor mehr als 2000 Jahren eine wichtige Rolle spielte,aber freilich von beschränkterem Umfange, seitdem sich die östlichen Pro-vinzen seiner Herrschaft entzogen haben und ein bedeutendes Gebiet inNW. an Rußland abgetreten ist. Bürgerkriege verheerten seit mehrals 100 Jahren den Staat, dessen Beherrscher Schah Nadir (ch1747)noch 1739 das nördliche Indien eroberte. Nach Nadir's Tode gründeteein Anderer den Staat der Afghanen, Kabulist an, der seitdem stetsunabhängig geblieben ist. Unter dem jehigen Schah, Feth Ali (re-giert seit 1797), genießt das Reich innere Ruhe und dessen für Euro-päische Cultur so empfängliche und mit vielen Talenten ausgestatteteThronerbe Abbas Mirza, geb. 1785, läßt für die Zukunft Vieleshoffen. Traurig steht es mit der Verfassung. Der unumschränktesteDespotismus und eine unglaubliche Gierde Schähe anzuhäufen herrschtvom Regenten bis zum niedrigsten Beamten, und der Stadt- und Dorf-bewohner, der nicht einmal das Recht hat auszuwandern, schmachtetdahor unter dem härtesten Drucke. Der dritte Theil des Bodens ge-hört dem Schah und sogar das Wasser der Quellen und Flüsse istRegal. Die Befehlshaber in Festungen heißen Khan, die Feldherrnund Statthalter großer Provinzen Sardar, in kleineren DistriktenKulombeg. Ein bedeutendes Heer wird unterhalten und ist zumTheil (25,OOOMann) aus Europäischen Fuß orgauisirt; übrigens meistundiSciplinirte Cavallerie. Es giebt zwei Orden, den der Sonne undder Serferli. Die Provinzen sind:

1) Iräk Adschemi, die größte und in der Mitte auf dem Hochlandeliegend, in O- Sandwüstc, in W- gebirgig und größtcnthcils fruchtbar,zum Theil gut bewässert und angebauet. In N- ist das hohe Elburs Ge-birge. Hier ist Teheran am S-Abhänge des Elburs, Hauptstadt, 50 bis70,000 E- Die Stadt besteht, wie in der Regel alle Asiatischen Städte,aus elenden Hütten und wenig Pallästcn in engen und unregelmäßigenStraßen, von einer hohen Mauer umgeben. Die Umgegend ist dürre undhat im Sommer eine so unerträgliche ungesunde Hitze, daß dann der Hofund die Großen die Stadt verlassen; aber im Frühling herrscht mildeWärme und die Ebene ist mit dem lieblichsten Grün bedeckt. PrächtigesSchloß des Schahs, 3 Stunden im Umfang, mit herrlichen Gärten. Inder Nähe sind noch zwei schöne Lustschlösser des Schahs und die Ruinenvon Rhey, dem alten Rhages, in der Nähe des Demawund, des höchstenGipfels des Elburs. — Rnsbin, 20,000 (60,000) E- Wichtige Seiden-und Teppichweberei; vorzügliche Säbelklingen-— Sulranieh. In dieserehemals großen, jetzt ganz zerstörten Stadt, ist nur das ungeheure Grab-mal eines alten Sultans bcmerkenswcrth. Der jetzige Schah hat hier eineneue Residenz Sulcanabad gegründet. — Rom oder Rum, ehemals mit100,000, jetzt etwa 15,000 E-, fast ganz in Trümmern. Große Mvskcemit den Gräbern Persischer Regenten- Aus ganz Pcrsicn lassen Reiche