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Asien.
-Persischen verwandt. Außer diesen wohnen im Staate verschiedene Völ-ker: Perser (Tadschicks) —4 Mill., USbcken, Aimaks und Ha-sarehs, jene in den NW. Gebirgen, diese östlich neben ihnen, jeneSunniten, diese Schiiten, beide freiheitsliebende Bergvölker, TatarischMongolischen Stammes, von Viehzucht lebend, in viele Stamme ge-theilt, die unter Sultanen stehen und nur wenig von den Afganenabhängig sind; Tnrkmanen, Araber, Kalmükken, viele Ju-den, Habessinischc Sklaven, Armenier und Hindus —
5 k Will. Im Hindukusch an den Gränzen von Tibet wohnt ein nichtMuhamedanisches Bergvolk, wahrscheinlich Afghanischen Stammes, Ka-firS genannt.— Der Sultan von Gasni eroberte Afghanistan997; B abu r machte sich beide Länder unterthau 1506. Die Afgha-nen eroberten 1720 Persien, wurden aber von Nadir Schah 1737besiegt; nach dessen Tode (1747) sich Ahmed Abdalli 1749 zum un-abhängigen Regenten machte, Chan, Schah oder Padischa genannt,besiegtet 761 bei Panniput in Indien die Maratten und stiftete einenStaat, der sich späterhin durch Sroberung Tatarischer und Hindustani-scher Provinzen vergrößerte. Nach verschiedenen Thronrevolutionenherrschte seit 1809 Schah Mahmud; aber Rundschit (Rauad-schit) Sing, das Oberhaupt der Siks in Lahur eroberte 1823 dieProvinz Kaschmir und Pischauer, wo seitdem ein Bruder Mahmud's,Jar Mohammed Khan als Rundschit Sing's Vasall regiert. InWalk hat sich ein Häuptling Mir Murad Bei 1825 unabhängiggemacht. Nach neueren Nachrichten hat sich der Staat in drei unab-hängige Khauschaften (Herat, Kabul und Kandahar) aufgelöset.In Herat herrscht Hamen am Murza, der zur alten regierendenDynastie gehört. Die Macht des Oberhaupts ist durch die Häupterder verschiedenen Stämme und durch die Freiheitsliebe der Nomadensehr beschränkt, so daß eigentlich der Staat aus einem Verein zahl-reicher Stämme besteht, die den Schah als mächtigsten und oberstenHäuptling anerkennen; völlig despotische Herrschaft findet also gar nichtoder nur in einzelnen Provinzen Statt. Der ganze Staat bestandvor 1823 aus dem eigentlichen Afghanenlande und aus ehemaligenPersischen, Tatarischen und Hindustan eschen Gebieten, wel-che 22 Provinzen bilden.
1) Das Afghanenland. Es begreift 11 Provinzen, von denenTschorsch,<agman, pischauer, Dschellalabad, Rabul, Hasareh in N., Sinnund Schikarpur in S., Dandahar und Gasni in der Mitte, Furrahin W. liegen- Die Hauptstadt ist Rabul in einer höchst reizenden Thal-ebene am Fuße des Hindukusch und am Kabul, 80,oo»E. Die Stadt istder Erdbeben wegen nur von Holz gcbauct, wichtig aber als einer derHaupthandelsplätzc Asiens, wo die verschiedensten Nationen Vorder- undHintcrasicns zusammentreffen und unter dem Schutze des Regenten, derhier wohnt, völlige Sicherheit und Religionsfreiheit genießen- pischauram Kabul, loo,oooE., hat starke Seiden- und Vaumwollwcbcrei. —Aktok am Zusammenfluß des Kabul und Sind, befestigt, wichtig alsEingang vom Hochlande nach Indien. — Dschellalabad am Kabul. —