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Asien. Indien.
selbst die Thiere entfernen, so daß man dann nicht einmal einen Vogelsieht; nur voin Nov. bis März ist dieser Wald ohne Nachtheil fürdie Gesundheit zu passire»; selbst die Eingeborncn wagen sich erst amEnde des Oktobers mit Vorsicht in diese verrufene Gegend. Fieberheimsuchen jährlich die Nachbarschaft und die Bewohner derselben sindeine klägliche Menschenart mit großen Köpfen, dicken Bäuche», mager,von erdfahler Farbe. Merkwürdig ist es, daß die Ungesnndheit diesesLandstrichs mit der Verminderung der Einwohnerzahl zunimmt. Aufdiese Waldstrecke folgt die Region der waldigen Vorhaben mit frucht-baren Thälern, die besonders Reis und Baumwolle liefern. Höherliegen die Thalflächen von Nepal und Butan (4 bis 5000 F.) mitschneebedeckten Berggipfel»; von hier steigt man zum höchsten Berg-kamme und über ihn zu Tibets Hochlande empor, über welches hinausentsetzliche Werg- und Schneewüsten dem Blicke entgegcnstarren. Nochbleibt uns der dritte Theil Indiens, das Tiefland zwischen dem Hima-laja und Dekan übrig. Dies theilt sich in das Gebiet des Gangesund des Sind. IencS in O. umfaßt den größten Theil (über10,000 Q M.) eine höchst fruchtbare, von zahllosen Flüssen der nörd-lichen und südlichen Gebirge bewässerte, stark bevölkerte Ebene, die selbstin der größte» Entfernung vom Meere nicht viel über 1000 F. sich er-hebt. Zur Sommerszeit treten die Gewässer aus, überschwemme» undbefruchten den unglaublich ergiebigen Marschboden, richten aber auchoft große Verwüstungen an. Der tiefste Theil ist das große Delta,welches der Ganges mit unzählige» Armen durchzieht, die SnNder-bnnds, meistentheils mit dicker Waldung bedeckt, wenig von Men-schen bewohnt, aber die wahre Hrimath des Königstigers, des Elefan-ten, Nashorns, der Schlangen und Affen. Dieses Flachland wird inO. des Bramaputra durch die Garrow (au) Gebirge begränzt. InW., im Gebiete des Sind und einiger Küstenflüsse zeigt sich der Bo-den von entgegengesetzter Beschaffenheit; in einem großen Theile des Landes,wo die großen Zuflüsse des Sind strömen, im Pundschab, herrschtebenfalls große Fruchtbarkeit; dann aber folgt die große Wüste (3000Q. M.), die sich selbst auf das Delta des Sind ausdehnt. An derKüste ist ein weites Sumpfland am Busen von Kutsch; zwischendiesem und dem Busen vom Cambai die bergreiche und frucht-bare Halbinsel Gudscherat. Der Ganges, der in einer Länge vonmehr als 300 M. das Land durchströmt, entquillt einem großen Schnee-felde des St. Georgs Berges (—20,800 F.), der von zahlreichen20,000 F. hohen Gipfeln umgeben ist (30° 55' N.) in einer Höhe von12,900 F. Durch schreckliche Felsenschlnchtcn, zwischen und unter ko-lossalen Bergtrümmern, stürzt er hinab (Hodgson drang zuerst 1817bis zu seinem höchsten Durchbrüche aus dem Glcitschereise vor); Bha-girathi heißt sein eigentlicher Quellstrom; anf einer Höhe von9500 F. ist der erste Tempel an ihm erbauet, der heiligste Wallfahrts-ort der Hindus; 10,500 F. hoch ist der Fluß 28 F. breit. So eiltder Ganges durch enge Thäler, in denen Bergbäche in hohen Wasser-fallen herabstürzen, bis znm Dorfe Reital, wo er die Bergkettedurchbricht, 6600F. hoch; endlich bei Hurdwar tritt er in die dort