Band 
Zweiter Theil.
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Vorderindien. Einleitung.

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holz, Bambus, zum Bauen, wie zu tausend Gerathen unentbehr-lich', Baumwolle, der allgemeine Klcidungsftoff, Indigo, einein wichtiger Ausfuhrartikel, Flachs, Zucker, Pfeffer, der Jack,eine schöne Art Brotbaum, Ingwer, Betelpfeffer, Safran,Mohn zu Opinmbereitung, Senf, dessen Ol zum Essen, Brennenund Salben allgemein gebraucht wird, Taback und eine reiche Mengevon Gemüsen. Bcmerkenswerth ist noch unter den vielen Waldbäu-men der Tikbaum, der ein ganz vorzügliches Schiffsbanholz liefert;auf den Gebirgen Europäische Forstbäume, selbst Nadelholz. Zu denHauSthieren gehört das Rind, darunter häufig der Buckelochseund der Büffel, zum Ziehen und Tragen gebraucht, das Pferdnur in einigen Gegenden, z. B. bei den Maratten und im nördlichenGebirgslande, häufig, aber klein, Schafe in N. mit schöner Wolle,auf dem höchsten Gebirge selbst zum Lasttragen gebraucht, Ziegen*),Esel und Schweine nicht viel, das Kamel nur in W. Wichtigerist der Elefant, der in den Wäldern der Sunderbunds, am Fußeder N. Gebirge, wo auch eine kleine zottige Art sich findet, und inCeilon am häufigsten sich findet und gezähmt als Lastthier im Hause,auf der Jagd und im Kriege gebraucht wird. Unter den wilden Thie-ren ist daS fürchterlichste der eigentliche (Königs) Tiger, oft 4 F.hoch und im Stande, einen Büffel fortzutragen, dessen Jagd eineHauptbelustignng der Großen ist; auch der Löwe, Luchs, Leopard,Bär, Wolf, die Hiäne, das cinhörnige Na S h o rn und der Scha-kal finden sich, und im Himalaja der fast unzähmbare milde Hundin Menge, der in Gesellschaft sogar den Tiger angreift. Ferner wildeBüffel, Antilopen, Gemsen und Steinböcke, unter letztereneine besondere Art, das Nilgau, wilde Schweine, Hirsche, besondersin N. eine sehr große Art, wilde Eselin NW., Affen in großer Menge,Bezoarz legen, Zibetkatzen und Moschu sth i ere. Ganges undIndus beherbergen Krokodile und im Meere leben Ha ifische der größ-ten Art, kleine Wallfische, Sägefische, ungeheure Schildkröten,Wallrosse, die große Riesenmuschel; Perlen, besonders bei Cei-lon. Die Riesen- und Brillenschlange, nebst vielen kleineren sehrgiftigen Arten, der Skorpion, das Chamäleon, Moskitos,der gefährliche Fadenwurm, Skolopender und Buschspinnenfinden sich häufig; aber auch Bienen und Seidenraupen. Scha-ben, Wanzen, Am eisen und Termiten gehören zu den lästigenUnannehmlichkeiten des Landes. Unter dem Hausgeflügel alle Euro-päische» Arten, unter dem wilden der Papagai, die Kropfgans,der Flamingo, der Bulbul, oder die Persische Nachtigall, vieleGeierarten, der Pfau (in N. in Menge) und unzählige anderedurch Schönheit oder andere Eigenschaften ausgezeichnete Bögel. Edleund unedle Metalle sind mit wenigen Ausnahmen alle hier; unter

*) Bcmerkenswerth ist es, daß, so wie die Ziegen, so auch Hunde und Pferde,wenn sie aus dem Ticflande in die kalte Bcrgzone des Himalaja kommen,unter dem Haar feine Wolle bekommen.