Hinterindien.
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gegen S. ab, bildet Hochebenen und geht in S. zum Theil in völ-liges Tiefland über, welches aber bis in die Nahe des Meeres von nie-drigen Bergketten in verschiedener Richtung durchzogen wird. Einedieser niedrigen Bergketten bildet die 180 M. lange, im Innern wald-reiche, übrigens fruchtbare Halbinsel Malakka. Bemerkenswerth istdie Inselkette, welche die Westküste der Halbinsel am Bengalischenund Slawische» Meerbusen unigiebt, so wie der Mangel an Häfen,welche die Ostseite der Borderindischcn mit der Hinterindischen Halb-insel gemein hat, während sich deren sehr gute an der Westseite der-selben finden. Fünf Hauptströme entquellen den Hochgebirgen (ihrUrsprung ist nicht bekannt) wahrscheinlich alle innerhalb der GränzenChinas, durchbrechen die Bergketten, theilen sich in ihrem mittlerenLaufe (auf den Hochebenen?) in mehre Arme, nehmen andere Flüsseauf, stehen aber unter einander selbst auch in mehrfacher Verbindungund bilden im untersten Tieflande ansehnliche Deltas, die sich durchneue Anschwemmungen noch immer vergrößern. Die Ebenen sowohlals die Flußthäler sind, so weit wir sie kennen, äußerst fruchtbar; letz-tere werden regelmäßig von den Flüssen überschwemmt und sind zumTheil daher morastig. Die Ströme sind der Jrawaddi, Sittangund Saluän (Sanluän) oder Lukiang, welche in den Busenvon Martaban fließen; zum Busen von Sianr geht der Menam,in das Indische Meer der Menamkong oder Mekhoug und derSaigon oder Saung. In NW. ist der Bramaputra, den manbislang irrig für die Fortsetzung des Tibetanischen Tsampu hielt, dessenQuelle aber ebenfalls in dem nördlichen Gebirgskunde sich findet; erwendet sich gegen W. um das Garrow Gebirge herum. Der SeeNandokando. Auf zwei Inseln der Küste von Arrakan sind thä-tige Vulkane gefunden, anderswo sind keine bekannt. Das Klimaist nirgend übertrieben heiß; die Gebirge, ausgedehnten Seeküsten, vie-len Gewässer und großen Waldungen tragen zur Milderung derWarme bei. Regelmäßige Regenzeit an der West- und Südküste mitSüdmonsun vom Mai bis Octbr.; in Cochinchiua bewirkt das dortigehohe Gebirge im Innern dieselbe Verschiedenheit, wie die Gats inVorderindien; dort ist bei dem SW. Winde trockne Luft und imOctbr. tritt die Regenzeit ein, die sogar die Luft empfindlich rauhmacht. In Tunquin ist die Regenzeit in unseren Sommermonaten,gewöhnlich mit fast unerträglicher Hitze verbunden, während die Win-terrionate rauh sind. Furchtbar sind die Stürme an TunquinS Küstebis etwa 16° N. Im Ganzen ist die Luft allethalben gesund. DiePrcducte sind wahrscheinlich ganz dieselben, wie auf der W. Halbinsel,jedcch kennen wir einige, die besonderer Erwähnung verdienen, z. B.das zum Schiffbau so treffliche Tikholz und das demselben nochvorgezogene Tiganholz, schöner Taback, Indigo, Zuckerrohr,Baumwolle, Reis, Kokos- u. a. Palmen, Bambus, Ele-fanten von außerordentlicher Große, auch weiße, Büffel, Tiger,Nashörner, Krokodile, wilde Schweine, Hirsche, Pfauen,Seidenraupen, die wild leben, Salanganen (Indianische Schwal-be), Stein öl, Rubine, Sapphire, viel edle Metalle. Die E.
Lolcer's Handb. 2r Lhl. 3te Aufl. 14