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Asien. Indien.
sind entweder Mongolischen (die Mehrzahl) oder Malaiischen Ur-sprungs, nur in NW. sind Kaukasier. Die Mongolen tragen abernicht so stark das Gepräge ihrer Raffe, als die Chinesen, denen freilichdie E. des östlichen Theils fast gleich sind. Alle reden cinsylbigeverschiedene Sprachen, aber auch hier giebt es eine heilige, jetzt ausge-storbene Vüchersprache, Pali. Die Malaien bewohnen zum Theildie Halbinsel Malakka nebst den Inseln und ihre Sprache ist beson-ders beim Handel weit verbreitet. In Rücksicht der Bildung stehendie Hinterindier nicht so hoch als Hindus und Chinesen, haben auchnicht den sanften Charakter der ersten; der fürchterliche Despotismusscheint hier verderblicher gewirkt zu haben, als dort; auch der Kunst-fleiß und Anbau des Landes ist nicht bedeutend; dagegen sind dieHinterindischen Völker weder so schwärmerisch als der Hindu, noch sointolerant als der Muhamedaner. Die verbreitste Religion ist die desBuddha oder Gaudina (letzterer war eigentlich nur der Berkündigerder Lehre des Buddha, die er auö Cci'lon hierher gebracht haben soll),doch hat auch die Brami nische und Mu Haine d a n i sch e ihrer An-hänger; zahlreiche Völkerschaften haben ihre besondere Religion; auchdas Christenthum scheint nirgend verboten, und in manchen Gegendenist überhaupt gar keine herrschende Religion. Es giebt verschiedeneStaaten, über deren Grüße und Bevölkerung wir wenig Specielleswissen. Despotismus herrscht überall. Europäer haben bisher hierkein Glück gemacht; nur die Niederländer besaßen bis 1824 dieStadt Malakka; aber den Engländern ist es gelungen, auch hierfesten Fuß zu fassen und 1826 auf der W. Küste bedeutende Pro-vinzen zu erhalte», so wie sie auch schon einheimische Staaten inihren Schutz genommen und Handelsverbindungen mit den Seestaatcnangeknüpft haben.
I. Besitzungen der Engländer.
Schon seit längerer Zeit besaßen die Engländer die beiden ProvinzenTipperah in O- des Bramaputra und Tschirragong an der Ostscite desBengalischen Busens mit der Stadt Islamabad (vergl. oben Bengalen); aberviel ansehnlicher ist das Gebiet der Englisch Ostindischen Compagnie durchden Krieg mit den Birmanen geworden. Im Frieden zu Aaudabu(24. Febr. 1826) trat der König von Birma fast das ganze Küstenland amBengalischen Busen, d. h. die Provinzen Arrakan in N-, Z?ch, Tawoi,INergui und Tenasserii» in S., etwa 1700 Q-M- mit 2 bis 300,000 E-,an die Engländer ab.
i) Arrakan — 400 Q-M. 100,000 (nach früheren Angaben 2 Mill.)E.Gränzen sind in N- die alte Engl. Provinz Tschittagvng, in O. und S.Birma, in W. der Bengalische Busen. Es ist bloßes Küstenland, vonvielen kleinen Flüssen bewässert, durch das Gebirge Reomarung oder Un,nupekrau, welches 8000§. hohe Gipfel enthalten soll, vvm BirmanischenGebiete getrennt. Reis, Tikhvlz, Gold, Wachs, Elefanten und Sccsalzsind Hauptproductc. Die E. sind verschiedene Völkerschaften, wahrschein-lich Birmanischen Stammes und Verehrer des Buddha, unter ihnen sind