Hinterindien. 211
die Mnggs die zahlreichsten. In den Gebirgen leben ganz unabhängigeStamme, V. die Liangs mit eigener Sprache, welche von Ackerbauund Jagd leben. Städte sind Arraken am Mahutte, groß, aber wie alleStädte dieses Landes schlecht gcbauct, denn die Wohnungen bestehen nuraus Bambushüttcn, mit zahlreichen Pagoden, 20,000 E. Südlicher liegtTalak, Aing und Sandoway. Unter den Inseln der Küste sind die be-deutendsten Ramree (ramri), Lheduba (tschcduba) mit den gleichnamigenHafenstädten, und Nundgherce (nvndgcri). Auf den ersten beiden sindthätige Vulkane.
2) Aeh, Tawoi, Mergui und Tenasserim. Dies Gebiet ist eben-falls Küstenland, welches sich vorn Saluän am Busen von Martaban bisetwa io° N. ausdehnt, 10 bis 20M. breit, — 1300 Q-M-, etwa 150,00E.Der Boden ist im Innern gebirgig (die Berge sollen sich bis 5000 F. er-heben), stark bewaldet und fruchtbar, ist aber wenig angebauet. DasKlimaist äußerst milde. Die E- sind zum Theil unabhängige Stamme im In-nern, z. V. die Rarianer, ein friedliches Hirtenvolk, theils ein Gemischvon Birmanen, Hindus und Malaien, die sich mit Ackerbau und Baum-wollweberei beschäftigen, aber auch geschickte Schiffbauer sind und Schiff-fahrt treiben. Die Produkte sind wie in der Einleitung angegeben; Tik-hol; scheint eins der wichtigsten; zu bemerken ist auch der prachtvoll blühendeTokabaum (^mUersris nobiUs), dessen Blumen dem Buddha geopfertwerden. Der nördliche Theil des Landes bildet die Provinz Marraban.Der Saluän, dessen Schiffbarkcit im Innern durch Felsen unterbrochenwird, nimmt hier zwei andere ansehnliche Flüsse den Seyn und Arraranvon O- her auf. An der Mündung liegt Amhcrstrown (taun), elenderOrt mit schlechtem Hafen- Moelmein am Zusammenfluß der drei Gewäs-ser, 6 M. oberhalb der Mündung des Saluän; Salzbcreitung. Das DorfTrugla mit einer berühmten Höhle, voll vergoldeter Vuddhabildcr- Un,weit des Attaran eine heiße Quelle (45° R.).— In dem Bezirke Keh istdie Stadt gl. N. In den Provinzen Mergui und Tenasscrim ist vielZinn, aber noch wenig benutzt- Die ehemalige Hauptstadt Tenasscrim istzerstört. Die Stadt Mergui hat eine sehr gesunde Lage, einen guten Ha-fen, aber nur 300 E. Tawoi, Hafen.
3) Malakka, s) Ein Bezirk auf der W. Küste der gleichnamigen Halb-insel 9M. lang, 7M. breit, unter 2° N. an der Straße von Malakka,mit 30,000E.*), unter denen etwa 10,000 Chinesen und eben so viel Ma-laien, übrigens Vuggisen und Europäer. Der Boden ist nicht fruchtbar,licfcrt aber Gold und Zinn; Geflügel, Schweine und herrliche Früchte sindin Überfluß da. Der Berg Gfir — 4000F. Die Stadt gl.N., welche 1508di.> Portugiesen und 1641 die Niederländer eroberten, die sie aber 1824ar die Engländer abtraten, hat 8000E. Sie liegt eine Stunde weit am
*) Nach einer anderen Nachricht waren 1827 nur 16,000 E.
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