220 Asien. Indien.
gen der Dänen und Österreicher, erstere mit einer Hcrrnhutcrmission,sind langst verlassen.
c) Die Mcvgui Inseln- Sie sind fast alle klein, manche bloße Klip-pen, welche die W-Küste von Malakka von, 4°N. an umgeben- Die E.sind Malaien, und viele der Inseln sind-dcm Könige von Siam unter-worfen; die größten sind Lankawa, Trotts und Tambi oder Domei,li°N-, 10 M. lang, wenig bekannt. Merkwürdiger ist Salanga oderIunkselan durch ihre reichen Zinngruben. Die wichtigste ist unstreitigpuls (d. I). Insel) pinang oder Prinz Wales unter 5^°N- — 7; Q-M-,mit sehr gesundem Klima, 1786 von den Engländern in Besitz genom-men, damals fast ohne E-, jetzt eine blühende Cvlvnie mit 55,000E. vonallen Nationen Südasiens, die hier in vielleicht 20 Sprachen Handelsge-schäfte abmachen. Die Insel ist arm an Thieren (hier lebt der Nashorn-vogel und Pelikan), und nicht sehr fruchtbar, liefert aber durch die Sorg-falt der E- jährlich zwei Pfeffcrerndtcn (Pfeffer ist Hauptprvduct) und auchMuskar- und Gewnrznägeleinbäume, welche jetzt angepflanzt sind, ge-deihen herrlich. Die Engländer benutzten die Insel zugleich alsVcrbrcchsrCvlvnie für Indien; es leben hier etwa 1300 Dcpvtirtc. Die Haupt-stadt Georgetown (dschvrdschtaun) hat 20,000 E-, unter denen besondersviele Chinesen. Die wichtigsten Products der ganzen Inselkette sind, außerPfeffer, Salanganen, Fische, Schildkröten, Tripang (Mollusken, die vonden Chinesen als Leckerbissen gesucht und ausgeführt werden), Ambra,Wachs und Honig- Ausgezeichnet sind die hiesigen Früchte, Ananas (6 bis7 Pfd. schwer, deren 50 — 1 Rthlr. kosten), Orangen und Pisang; zweider köstlichsten Früchte Indiens, Mangostan und Durio, kommen in Mengevon dem nahen festen Lande. Wie wichtig der Handel ist geht daraushervor, daß die Ein- und Ausfuhr 1825 — 6Z Mill. Rthlr. betrug. —Unter 41 °N. liegt die kleine Insel Pangkur, gewöhnlich Dinding genannt,ein Schlupfwinkel der Seeräuber, mit einem verlassenen NiederländischenFort und gutem Hafen, unbewohnt.
ä) Singapur, 12^Q.M. große Insel in W. des Cap Rvmania, aufder die Engländer 1819 ein 4§Q-M- enthaltendes Gebiet erkauften, wel-ches einige Hundert Malaiische Fischer und Seeräuber bewohnten. Schnellhat sich diese Cvlvnie gehoben, die jetzt wahrscheinlich über 20,000 E. ent-halt und blühenden Scchandcl treibt, eine der wichtigsten Stationen desIndischen Handels. Aus Indien hatte man 1827 bereits 600 Verbrecherdorthin gebracht. Die Insel ist eine wellenförmige Fläche, von vielentiefen Buchten zerschnitten, nicht fruchtbar, aber gesund; früher war sieganz mit Wald bedeckt. Man findet hier den Zwerghirsch, das Schuppen-thier, Faulthicr, Stachelschwein, Schwein, Affen, das fliegende Eich-hörnchen, den Dugong (ein Sccsaugcthicr, oft 300 Psd. schwer), viel Ge-flügel, darunter den Goldfasan und Pfau, Schildkröten, viele Schlangen.Die Luft ist milde und wenig veränderlich (nie unter 18, nie über 25° R.),alle tropischen Früchte gedeihen daher gut. Stürme kennt man nicht und