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Hi'ntcn'ndl'en. Inseln. Sunda.
der Hafen der Niederlassung ist daher sehr sicher. Vor dem Jahre 1819war die Insel kaum dem Namen nach bekannt und 1826 wurden schon für17Will. Rthlr. Waaren ein- und ausgeführt; der Handel erstreckt sichbis nach Neuhvlland undEuropa. DicE. bestehen größtcnthcils ausChinc-sen; außer diesen leben hier Malaien, Bugginesen, Hindus und Europäer.Singapur gehörte ehemals dem Fürsten von Dschvhor auf Malakka; von die-sem wurde 1824 die ganze Insel mit allen Nebeninseln im Umfange von2t M. an die Engländer abgetreten. Sklaverei wird nicht geduldet; selbstdie Diener der hier wohnenden beiden Fürsten sind frei.— Zahlreiche In-seln liegen zwischen Singapur und Sumatra, zum Theil mit Niederländi-schen Colvnicn. Ein wichtiger Handelsartikel aus diesen ist das sogenannteLatcchu (Terra Japonica), eine Masse aus den Blättern einer Pflanze(Uncaria) gekocht, die man mit Vctclblättcrn kauet.
2) Die Sunda Inseln: s) Sumatra — 7 bis 8000 Q.M. Sieliegt, vom Äquator in der Mitte durchschnitten, in SW. von Malakka,6°S. bis 5^°N., ist über 200M. lang und 30bis50M. breit. Ein ho-hes Gebirge, dessen eine Spitze Ofir — 13,000 §., zieht sich der SW.Küstcnahe von S. nach N-, ist stark bewaldet und enthält viele Seen und Flüsse,unter denen der Rckkan und Siak in O. die ansehnlichsten sind. DieW. Küste ist gebirgiger und hat bessere Hafen, als die O- Seite, derenUfer bisweilen über 30 Meilen weit ins Innere hinein eben, meistcnthcilssandig oder morastig sind. Sandbänke erstrecken sich meilenweit in dieStraße von Malakka hinein und erschweren die Schifffahrt. Es sind hierverschiedene Vulkane, der Gnnong (d. h. Berg) Dempo — ll,ooo§.,der Ber Api — 12,000 F., der Larawi — 12,000 F. u. a., und Erdbebengehören zu den gewöhnlichsten Erscheinungen. Der S. Monsun bringt vomMai bis Octbr. die trockne, der entgegengesetzte die nasse Jahrszeit. DasKlima ist hier, wie fast auf allen übrigen Inseln, an den Küsten wegenseiner feuchten Warme Europäern nicht zuträglich; die innern Gebirgs-gegenden haben aber eine recht gesunde Luft. Der Boden zeigt außer dengroßen Wüsteneien die üppigste Fruchtbarkeit; es giebt Melonen bis2oo Pfd. und eine Knollenwurzcl (wahrscheinlich eine Art Bataten oderJams) bis 300Pfd. schwer; die Rafflcsia hat Blumen 3 Fuß im Durch-messer. Alle Indischen Products finden sich hier; wichtig für den Handelsind aber außer Ramfer und Dcnzoc besonders Pfeffer, Zimmt, Rorang,Aloe, Drachcnblur, Muskatnüsse, Gewnrznäglcin (letztere beide 1798von den Engländern hierher verpflanzt), Reis, Färbeholz, Taback, Lack-firnis, Tik- und Ebenholz, Elfenbein, Haifischhautc, wachs, Gold,Schwefel und Seidcnzenge. Unter den Thieren bemerken wir Elefanten,Tiger, Bären, Büffel, Nashörner, Rrokodile, vielleicht auch dasFlußpferd; Salanganen und viel anderes Geflügel; Ameisen von derGröße der Bienen; die Riescnmuschel, deren eine 24 Menschen sättigt.Die Urbcwohncr der Insel sind theils Malaiischen, theils wahrscheinlichNcgcrstammes; von letzterem sind zwei Stamme bekannt, in N. die Dar-