Band 
Zweiter Theil.
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Asien. Indien.

ras oder Baraks, in S. die Lampuns. Die Vataks leben in völligerRohhcit, genießen Mcnschenflcisch (Verbrecher und Kriegsgefangene werdenverzehrt), sind aber keineswegs wild, sondern friedlich und gastfrei, habenein Rcligionssystem und einflußreiche Priester, aber keine Götzenbilder,treiben Ackerbau und stehen unter Häuptlingen, die ein gemeinschaftlichesOberhaupt haben, welches am großen See Toba wohnt. Die anderenBewohner der Insel sind Malaien, Muhamedanisch heidnischer Religion,welche Ackerbau, Handwerke und Schifffahrt treiben. Außer ihnen wohnenhier Lhinesen, Araber, Niederländer u. a. Nach neueren Untersuchuugcnstammen alle Malaien der Indischen Inseln aus Sumatra ab. Sie be-wohnten ursprünglich einen Distrikt im Innern am Berge Maha Mcruund am FlusseMalaiju, von dem sie den Namen erhielten, und wandcr,tcn zum Theil im xn. Jahrh, als Colonistcn nach anderen Inseln aus.Sie gründeten zuerst Singapur, dann Malakka, eroberten Bintang undLingga, und als die Portugiesen 1511 Malakka einnahmen, wurdeDschohorder Sitz ihrer Macht, der vor etwa 100 Jahren nach Rhio auf Bintang,und als hier die Niederländer sich festsetzten, 1783 nach Linggavcrlcgt wurde.Schon langst aber hat sich der Malaiische Stamm weit gegen O. und S.ausgebreitet. Lhinesen und Hindus halten sich in den Handelsstädtenauf. Schon 1666 legten die Niederländer hier Colonien an, ihnen folgten1685 die Engländer; letztere aber haben ihre Besitzungen 1824 den Nieder-ländern abgetreten. Es giebt verschiedene Staaten unter einheimischenFürsten,;. B. ArschlninN., Menangkabo im Innern mit der Stadt pand-scharadschung u. a. Die Niederländer sind seit 1821 Herren des ehemals unab-hängigen Staats palcmbang (150,000 E.) an der O-Küste mit der Handels-stadt gl. N., 25,000 E. Ferner besitzen sie an der W. Küste das bis 1824Englische Benknlcn (80,000 E.), mit der Stadt gl. N., 12,000 E., schlech-ter Hafen; padang, Sitz des Statthalters; Indrapura, Naral u. a.

Zahlreiche Inseln umgeben Sumatra; dahin gehören an der W.Küstedie Hog oder Verkeilen,sel, Nias, berüchtigt durch Sklavenhandel, zudessen Behufe die Häuptlinge förmliche Sklavcnjagdcn anstellen; Miurac>„,Mancavai, die beiden poggy, oder Nassau Inseln; an der SO.KüsteBanka 160Q-M. 150,000 E., seit 1817 Niederländisch, bMhsnt durch'den Reichthum an Zinn, welches fast an der Oberfläche des Bodens liegtund auf die einfachste Weise (jährl. 3Mill. Pfd.) gewonnen wird. — Öst-lich davon liegt die ebenfalls Niederländische Insel Billicon — 54 Q-M.2000 E-, mit wichtigen Eisengrubcn. Chinesen sind es besonders, die aufbeiden Inseln den Bergbau treiben.— Nördlich von Banka, unter demÄquator ist Lingga (Lingin) — 40Q.M. 10,000E. unter einem Sultan,der über verschiedene benachbarte Inseln herrscht, mit der Stadt 'LrvalaDai, reich an Zinn, sehr fruchtbar; daneben das kleinere ebenfalls sinn-reiche Singkcb; nördlicher Bintang mit der Niederländischen Stadt Rhio,dem Cap Romania gegenüber; in der Malakka Straße Labondadong, Bat-sang, die Rarimon Inseln u. a. alle dem Sultan von Lingga unterworfen.