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Hinterindien. Inseln. Sundci.
1>) Java (dschawa — 2300Q.M. 150 M. lang, aber weit schmalerals Sumatra, von dem es in W- durch die Sundastrafie getrennt ist.scimcr Beschaffenheit nach jener Insel ganz gleich. In der Mitte ist eine Ge-birgskette, deren höchste Gipfel — i3,oooF., unten stark bewaldet, sehrvulkanisch; man zahlt über 30 noch thätige oder erloschene Vulkane, denLaschem in O. — 6000F., denGede —10,000§., dcnArjuka — 10,000F.u. a.; heiße Quellen, Schwcfclsccn z. V. auf dem Vulkan paruha, miteiner Schwefclinsel; furchtbare Ausbrüche 1822. Die S-Küste ist steilunv unzugänglich, die N. Küste flach; der Boden gut bewässert und fastallethalbcn fruchtbar, zum Theil in N. aber Morast; milde gesunde Luftim Innern, das Gegentheil an der heißfcuchtcn Küste; Regenzeit vomNov. bis Mai. Höchst merkwürdig ist. ein kleines Thal im Innern (unweitBathur), dessen Luft durchaus tödtlich ist; man bemerkt keine Pflanze indemselben, wohl aber zahlreiche Menschen- und Thicrgebeine. Die Ein.gcbvrnen nennen es Gucpo Upas (Giftthal). Die Haupthandelswaarcnder reichen Insel sind Raffer, Zucker, Reis, Indigo, Baumwolle,Pfeffer, auch Salanganen. Eisen findet sich wenig und steht daher inhohem Werthe, Gold ist *mchr vorhanden. Von anderen Produkten be-merken wir noch den Babiruffa, den Tiger, besonders in den menschen-leeren östlichen Wäldern in Menge, das Nashorn, Rrokodil, sehr zahl-reich, den wilden Büffel, den Rasuar, Salz, Basalt, aus denen ganzeBerge bestehen', den Rarcrbaum, dessen Saft ein sehr zähes elastischesGummi liefert, Bambus, welches auch hier, wie in Indien, zu den man-nichfaltigsten Zwecken gebraucht wird. Zahllos ist im eigentlichen Sinnedes Worts die Menge von Bäumen und Pflanzen, welche durch ihre Eigen-schaft, Gestalt, Frucht oder Blüthe merkwürdig sind und die in üppigsterFülle sich neben, ja wohl gar, wie die Lianen, auf einander hervordrängenund dieWaldungen wirklich undurchdringlich machen; besonders merkwürdigist aber der berüchtigte Boonupas oder Antjar, aus dessen Safte einstarkes Gift bereitet wird, dessen Ausdünstung aber nicht gefährlich ist.Die E. sind Malaiischen Stammes und Muhamcdanischer Religion; wieaber in Persicn die Parsen, so haben hier die Bednis sich mit ihremväterlichen Glauben, wahrscheinlich Buddhismus, in die Gebirge geflüchtet,und alte Sitten und Gottesdienst beibehalten. Der Javanese ist dem Hinduan Sanftmuth, Genügsamkeit und Thätigkeit gleich; daher trug er stets ge-duldig den Despotismus Arabischer Sultane, wie den Druck NiederländischerBeamten. Außer den Javanesen leben hier viele eigentliche Malaien,Hindus, gegen 90,000 Lhincsen, Arabische Rauflcute, Negersklave»u. a., alle zusammen vielleicht aZMill., unter denen auch einige LausendNiederländer. Nur ; der Insel steht unter zwei einheimischen abhängigenFürsten, das übrige besitzen die Niederländer, die schon 1619 diese Inselden Portugiesen entrissen und hier die Niederlage für alle Produkte ihrerIndischen Cvlvnicn haben. In ihrem Gebiete leben gegen 3Mill. Men-schen. Die Niedcrländ. Ostindischc Handelscompagnie, welche diese und