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Afrika.
jedoch scheint kein Theil desselben die Schneclinie (14,000 F.) zu errei-chen. Die Flüsse dieser Lander strömen südlich zum Nil, dessen öst-licher Hauptarm, der Bahal el Azrek, d. h. Blaue Fluß, oder Aba-rvi in dem südlicheren Lande Amhara, einer niedrigeren Stufe zumnördlichen Flachlande, an einem angeblich über 9000 F. hohen Gebirge,entspringen. Östlicher ist das Gebirge Samen, welches in der Rich-tung von NW. nach SO. das Land Amhara von Tigre trennt. Nörd-lichere Stufenländer führen zu den tiefer liegenden Nubischen Ebenen.Die Gegenden in W. der Nilquellen, wo die noch immer «»entdecktenQuellen des westlichen Nilflnsses (des Bahar elAbiad, d. h. WeißerFluß) sind, ist noch völlig unbekannt. In Q. nähern sich die Gebirgeparallel mit der Richtung des Arabischen Busens, bis auf 5 bis 10M.der Küste, sind dort aber von einem flachen sandigen Rande umgebe»,von dem man ebenfalls stufenwcis zum Hochlande durch Bergpäffe hin-einsteigt. So abschreckend der dürre Küstenstrich ist, der durch eine4 Tagereisen lange (von N. nach S.), eine Tagereise breite Salzfläche,auf der das reinste Steinsalz in natürlichen Tafeln die Oberfläche deckt,vom Berglandc getrennt wird, so fruchtbar und waldreich sind die höhe-ren, reich bewässerten Stufenländer; selbst die eigentlichen Hochflächensind nicht den Asiatischen Steppen gleich, sondern freilich meistentheilöwaldlose, aber gras- und getreidcreiche Ebenen mit sehr milder Luft,während die tieferen Thäler, besonders aber die sandigen Küstenstrichedie volle Glnth der Afrikanischen Tropenhitze fühlen. Zahllos sind dieGewässer dieses Landes; sie alle nimmt in S. der Wasserscheide derBlaue Fluß und der östlichere Takazze auf; um sie in Nnbiendem breiten Bette deS größten Afrikanischen FlusscS, des Nils, dervon seinen südlichsten Quellfliiffen an 24 Breitengrade (—360 M. ingerader Richtung), die Hanptkrümmnngen mitgerechnet aber 550 M.weit strömt. Der Blaue Fluß, oder die östliche Nilquclle entspringtim Lande der AgowS (11° N.) bei dem Orte G i sch in einem Gebirge,fließt dann nördlich 26 M. weit zum tiefer liegenden See Tzana oderDembea, der 9 bis 10 M. lang ist nnd mehr als 20 Inseln ent-hält. Fünf M. weit strömt er wirklich durch ihn hindurch, so daß manseinen Lauf von der Mündung bis zu dem südlicher liegenden Aus-flüsse deutlich bemerkt, wendet sich dann in völlig halbzirkelförmigcrRichtung, zuerst gegen S., dann gegen W. und NW. und eilt sowahrscheinlich nach mehren Wasserfällen (einer ist 40 F. hoch bei Ala t a,2 M. vom See, nicht weit von der einzigen Brücke des Landes)durch völlig unbekannte Gegenden gegen Nnbien, wo wir seinen Laufweiter verfolgen werden. Sein Hauptnebenfluß ist der Takazze, derim Samen Gebirge (12° N) entspringt. Zu diesem gehört vielleichtder östlichere Mareb, der aber, wie man behauptet, in Nnbien einenSumpf bildet, vielleicht nur bei hohem Wasserstande ihn erreicht. AmSO. Abhänge des Landes fließt der Ha wasch nnd Anazo gegen O.,beide wenig bekannt; kaum ein Büchlein bewässert die unwirthbareKüste. Einige Seen sollen auf dem Hochlande sein. Während desSommers tritt hier die Regenzeit ein; dazu kommt daS Schmelzen desSchnees; durch beides werden die Gewässer so angeschwellt, daß sie alle