Band 
Zweiter Theil.
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Nubicn.

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Schrpfrädcr, halten auch HauSthicre, erliege» aber dem Drucke kleinerund großer Tyrannen. 3)Neger, Alle E. Nubiens sind Mnhamedancr;an Wissenschaften und Künste ist nicht zu denken, selbst Handwerkewerden nur höchst kümmerlich getrieben. Nicht nnbedentend ist derHandel; Sklaven und Goldstanb aus Snda», Straußfedern, Datteln,Zibet, Elfenbein und Europäische Fabrikwaarcn sind Hauptgegenständedesselben. Im Alterthume regierten in Nnbien (Dongola) ChristlicheKönige; späterhin folgten die Angriffe der Ägyptischen Sultane, welcheim XIII. Jahrh. daS Land von sich abhängig machten. Der Islambreitete sich aus, das Christenthum verschwand immer mehr; im XVII.Jahrh, gab es noch Kirchen, aber keine Priester. Die Herrschaft derSultane bedeutete wenig; Häuptlinge (Kaschcfs) von Arabern oder demKönige von Sennaar oder dem Sultan abhängig beherrschten einzelneDistrikte. Die 1812 hierher geflüchteten Mamelucken führten denPascha von Ägypten inS Land, welches bis zu seinen südlichsten Grän-zen erobert und geplündert wurde und jetzt von Ägyptischen Statthal-tern schrecklich gedrückt wird.

Die bemcrkenswerthesien Theile sind im Nilthalc folgende. Zunächstan Ägypten gränzt Ivadi (d. h. Thal und Provinz) el 21cnons. Die E.sind theils Baräbras halb Arabischen Stammes, theils reine Araber (Alei-kar). In W. reicht die Wüste bis zum Nil, das Ostufcr ist gut ange-bauet. Örter sind Tafa, Lalabsche, Dakke, mit wichtigen Ruinen alterTempel, und Sebua.— IVadi Nuba ein von niedrigen Sandstcinbcrgcneingeschlossenes fruchtbares Thal mit den Örtern Derr, 200 Häuser, Sitzeines Kaschcfs, in einem Dattelwalde, der voll von Chamäleons ist, Jbrimund Ebsambol, alle bemerkenswert!) durchRuincn aus dem höchstcnAltcr-thumc, Tempel, Fclsengrvttcn, Sphinxe u. a. Kein Ort ist aber dadurchausgezeichneter als Ebsambol, 22° 5^ N.; zwei Berge sind hier zu Fel-sentempcln ausgearbeitet, deren einer eine Länge von mehr als 150 F. hat;kolossale Mcnschenfiguren schmücken den Eingang und das Innere. BeiIvadi Haifa ist der erste Nubischc Nilfall unter 21° 45) denen auf einerStrecke von 15 Meilen 4 andere folgen. Die genannten Örter sind alledvrfähnlich, höchstens von 2000 Menschen bewohnt. Dann folgen die WadisSukkor, mit wichtigen Steinsalzlagcrn in W., drei Tagereisen vom Nil,Sai, Mahaß mit der Stadt Dinareh und das Land Dongola, eine30 M. lange fruchtbare Ebene. Die Stadt Maragga oder Lleudüngolaist durch schöne Pferde berühmt. Die Insel Args, die ÖrterSesee, Nuriu. a., in deren Nähe höchst merkwürdige Ruinen von Tempeln und Py-ramiden (bei Nun allein 7Tempel und 36Pyramiden). Dongola Agusaoder Alrdongola fast ganz verlassen. — Das Gebiet der Schegia Araber,wo sich der Nil gegen SW. wendet, unter 18° 30^N. den ersten Was-scrfall bildet und die Wüste Bahiuda von drei Seiten umschließt, mitden Örtern Hannech und Merarve. Letztere Stadt ist berühmt durch ihreSchrcibschulcn und die dortigen Lehrer (Ulcmas) stehen in großem An-schn. — Das Land Robarab am westlichen Laufe des Nils. — Das LandWolger's Handb. 2r Lhl. 3te Aufl. 16