Band 
Zweiter Theil.
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Afrika.

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Morbea und Nun sind die bedeutendsten Flüsse des Landes, alle übrigensind nur kleine Küstenflüsse; ansehnliche Steppcnflüssc, z. B. der Draha,Tafilelr und Ghir, sind in O. Im Octvbcr beginnt die Regenzeit mitStürmen und Gewittern. Der Boden ist in den meisten Gegenden sehrergiebig, aber schlecht angebauet; Waldungen sind in der Ebene, die sichvon der Westküste etwa 35 M. ins Innere zieht, nicht bedeutend. DieKüste, in N. sclsig, sinkt in S. immer mehr zum sandigen Flachlandeherab. In N- hat sie gute Häfen, die in S. fehlen; aber allcthalbcnbemerkt man das Fortschreiten des sandigen Küstensaums, die Häfen wer-den immer seichter und Sandbänke machen die Schissfahrt gefährlich. DerBoden ist, wenn er nur gehörig bewässert wird, außerordentlich fruchtbar,aber schlecht angebauet. Getreide, Gl, Taback, Feigen, Pferde, Rinder,wolle, Rupfen und Salz sind Hauptprvducte. Die Fabriken lieferngrobes Tuch, seidene Zeuge, herrliches Leder und Teppiche, grobe Fayence.Die Juden sind die vorzüglichsten Handwerker, obgleich ihre Waare elen-der, als die schlechteste Europäische ist. Die Zahl der E. ist unbcsiimm-bar; man schätzt sie auf 5 bis 15 Will. Zwei Hauptstämme der Der,bern leben hier, in N. die Errifis, in S. die Schcllus; viele Gebirgs-bewohner sind ganz unabhängig und es werden daher von Zeit zu ZeitKriegszüge gegen sie unternommen. Mauren bewohnen die Städte.Arabische Nomadenstämme stehen unter eigenen Scheiks und zahlen Tri-but; manche leben ganz unabhängig und belästigen die Karawanen. AuchNeger leben als freie Leute hier und das stehende Heer (5000 Mann)besteht ganz aus ihnen. Sehr zahlreich sind die Juden. Regent des Staa-tes ist ein Sultan, der despotisch herrscht. Kaperei wird nicht von Pri-vatpersonen, sondern nur in Kricgszciten durch Schiffe des Sultans ge-trieben.—Die wichtigsten Städte sind Marokko, Marraksch, 30,000 E-,ehemals viel bevölkerter, i^M. im Umfange, auf einer 1200 F. hohenHochebene, etwa 4M. vom Gebirge entfernt, schlecht gcbauct. Der Pal-las! bildet eine eigene Stadt neben der anderen und hat mehr als eineStunde im Umfange. Residenz des Sultans. — Fe; (feß), die größteund wichtigste Stadt des Landes, 100,000 E. Enge ungcpflastcrte Stra-ßen, hohe Häuser, über den Straßen bisweilen durch Gänge verbunden.Großer Pallast des Sultans, der als eigenes Quartier der Stadt aus einerAnhöhe liegt. Die Moskoe des Sultan Mulei Edris, der umS Jahr800 Fezerbauctc, ist eine Freistadt auch für die gröbsten Verbrecher. MancherleiFabriken und Handwerke, deren jede Art eine besondere Straße innc hat.Wichtiger Handel. Viele Ruinen füllen die Stadt. — L7u» an der S.Gränze, 30,oooE. Von hier gehen Karawanen nach Sudan. — Tessn,im Atlas, Sammelplatz der Mekka Karawane. — Mekinee, 15,000 E.Großer Pallast. Franziskanerklvstcr zur Loskaufung der Chrisicnsklavcn. —Tarudant im S. des östlichen Atlaszuges hat Kupfcrgrubcn. — FolgendeStädte liegen an der Westküste: Tanger standsicher), etwas befestigt,IO,OOOL. Verkehr mit der Spanischen Küste.— Ll Arisch odcr^arache